Für groben Unfug hält die Dürener CDU-Fraktion die geplanten Umbaumaßnahmen der Euskirchener Straße, die eine Reduktion auf jeweils eine Fahrspur im Zu- und im Abflussbereich des Friedrich-Ebert-Platzes, vorsehen. „Durch die Reduktion der Fahrspuren in diesem Straßenabschnitt wird ein künstlicher Flaschenhals geschaffen, der zu massiven Beeinträchtigungen des Verkehrsflusses und damit zu mehr Staus und zähfließendem Verkehr führt, was die Emissionsbelastung in diesem Bereich eher noch erhöht und damit kontraproduktiv ist. Das kann nicht in unserem Interesse sein“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Stefan Weschke.

„Es war immer vereinbart worden, die Umgestaltung der Euskirchener Straße erst nach der vollständigen Fertigstellung der Ostumgehung anzugehen, daher können wir diesen verfrühten Vorstoß überhaupt nicht nachvollziehen“, wundert sich der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Hermann Josef Geuenich.
Durch die erfolgreiche Verlagerung des LKW-Verkehrs dürfte die Stickstoffdioxidbelastung an dieser Stelle bereits erheblich zurückgegangen sein. Jetzt schon eine zweite Maßnahme zu ziehen ist nach Ansicht der CDU-Fraktion völlig unverhältnismäßig. „Wir sind schließlich nicht der Erfüllungsgehilfe des am Rande der Legalität arbeitenden Vereins 'Deutsche Umwelthilfe' und wehren uns dagegen, unsere Bürgerinnen und Bürger in eine Art Geiselhaft zu nehmen und in ihrer Mobilität einzuschränken.
Vielmehr muss man erst einmal die neuesten, noch nicht vorliegenden Messergebnisse abwarten und evaluieren. Schließlich würde die Fahrspurreduktion auch zu Verdrängungseffekten vor allem zu Lasten der Oststraße und der ohnehin schon verstopften Kreuzung an der Post führen, was nicht zielführend ist.
Und ein weiterer Aspekt ist der CDU wichtig: Die Anfahrt von Feuerwehr und Rettungsdienst zu den meisten Rettungseinsätzen erfolgt über die Euskirchener Straße und den Kreisverkehr. Schafft man dort ein Nadelöhr, so werden sich die Anfahrtszeiten der Rettungskräfte erheblich verschlechtern und die Schutzziele vielfach nicht erreicht. „Es kann und darf nicht sein, dass unsere Bürgerinnen und Bürger dann, wenn es darauf ankommt, länger auf den Rettungswagen oder die Feuerwehr warten müssen, nur um den abstrusen Forderungen eines Abmahnvereins nachzukommen“, so Weschke abschließend.