Sport-, Kultur- und Brauchtumsvereine werden gerade nach Corona mit einer zweiten Krise überrollt, die existenbedrohend werden kann: der Energiekrise. Hohe Strom- und Gaspreise belasten Vereine mit eigenen Heimen genauso wie jene, die städtische Liegenschaften nutzen, sich an den Energiekosten aber beteiligen müssen. Im Energieentlastunspaket des Bundes sind Vereine aber bisher außen vor.

Sollte das so bleiben, dann muss die Stadt vorbereitet sein, die Vereine mit einem Entlastungspaket finanziell zu unterstützen. Zwar wird zurecht auch von den Vereinen erwartet, ihren Beitrag bei den notwendigen Energiesparmaßnahmen zu leisten und Energie möglichst regenerativ zu erzeugen oder durch neue Beleuchtungskonzepte den Stromverbrauch zu senken, wie es durch die vielfache Umrüstung auf LED-Beleuchtung bereits geschehen ist. Doch auch diese Maßnahmen können die aufkommende Kostenlawine nicht stoppen, die auf die Vereine zurollt. „Wie bei Corona sollten wir ein kommunales Hilfspaket stricken, dass dort unterstützt, wo Hilfen von Bund und Land nicht oder zu spät bei den Vereinen ankommen“, schlägt der CDU-Fraktionsvorsitzende Stefan Weschke vor. „Das Ehrenamt schafft viel in unseren Vereinen – aber solche Belastungen kann es nicht stemmen! Wir müssen alles daran setzen, dass die Vereine unbeschadet durch diese neue große Krise kommen und vor allem ihre immens wichtige Jugendarbeit im Breitensport und im kulturellen Bereich fortsetzen können“, ergänzt CDU-Stadtverbandsvorsitzender Christoph Guth. Den beiden Christdemokraten schwebt eine Deckelung des von den Vereinen bei einer Nutzung städtischer Liegenschaften zu tragenden Energiekostenanteils vor. Vereine mit eigenen Strom- und Gasverträgen sollten parallel dazu eine finanzielle Unterstützung gewährt werden. Diese kommunalen Hilfen sollen zur Vermeidung von Doppelförderungen nur dann greifen, wenn anderweitige Entlastungspakete nicht zum Tragen kommen, in der Höhe diesen aber gleichgestellt werden. Denn die Vereine brauchen jetzt schon eine Zusage und damit Planungssicherheit, dass sie nicht alleine auf den Kostensteigerungen sitzen bleiben werden.
Die CDU wird in dieser Frage auf die Mehrheitskoalition im Dürener Stadtrat zugehen, denn in dieser für die Vereine existenziellen Frage sollte der Stadtrat möglichst mit einer Stimme sprechen und das für den gesellschaftlichen Zusammenhalt wichtige Ehrenamt tatkräftig unterstützen.