Die Ampel Plus verbucht die Aufwertung der Innenstadt im so genannten Masterplan für sich, sie proklamiert sogar, dass es ihre Idee gewesen sei.
Dies werden wir so nicht unwidersprochen stehen lassen.
Unser Fraktionsvorsitzender Stefan Weschke und unser CDU-Parteivorsitzender Thomas Floßdorf nehmen dazu Stellung und verweisen gemeinsam darauf, dass der Einstimmigkeit der Beschlüsse immer eine rege und teilweise kontroverse Diskussion vorangegangen sei.

Im Bismarckquartier stände heute ein Discounter
Das Bismarckquartier mit seinem repräsentativen Dorint-Hotel wäre ohne den Einsatz der CDU und Landrat Spelthahn so nie entstanden.

Noch im Wahlkampf 2014 wollte die SPD auf diesem Gebiet einen Discounter ansiedeln.

Das neue Hallenbad würde am Badesee gebaut
Wir erinnern daran, dass es ein Anliegen der Ampel Plus war, den Neubau des Hallenbades am Badesee Düren vorzunehmen.
Auch hier hat sich die Ampel nach Diskussionen zum Glück der Meinung der CDU angeschlossen.

Das Rendezvoussystem am Kaiserplatz wäre Geschichte
Die Planung der Ampel, die Busse vom Kaiserplatz zu verbannen und die Haltestellen irgendwo zu verteilen, konnte die CDU ebenfalls erfolgreich verhindern.
Den Erfolg des Cityticket erkennen wir an, allerdings darf auch nicht verschwiegen werden, dass die Bürger die Subvention der verbilligten Tickets mit einer sechstelligen Summe aus dem städt. Haushalt mitfinanzieren.

Der neue Baudezernent wäre ein Ex-Bürgermeister
Bei der Wahl des Technischen Beigeordneten ist die Koalition gleich mehrfach unterlegen. Der zum zweiten mal als Technischer Beigeordnete angetretene Ex-Bürgermeister von Windeck konnte in seiner Vorstellung viele Ratsmitglieder nicht überzeugen. Zudem hätte er nur für eine Wahlperiode zur Verfügung gestanden. Trotzdem wollte die Ampel-Mehrheit ihn durchdrücken, unterlag aber durch vernünftige Ampel-Abweichler schlussendlich in geheimer Abstimmung.

Der neue stellvertretende Betriebsleiter des DSB wäre ein Ex-Bürgermeisterkandidat
Auch bei der Wahl des stellvertretenden Betriebsleiters des Dürener Servicebetriebes hat die Ampel Plus versucht, den heutige Parteivorsitzenden der SPD, Frank-Peter Ulrich, trotz ebenfalls nicht überzeugender Vorstellung durchzusetzen. Er scheiterte bereits vorher mit dem Versuch, als gemeinsamer Kandidat der CDU und SPD in Jülich Bürgermeister zu werden. Zahlreiche Mitglieder der Koalition sind abgewichen und haben sich für den alternativen Vorschlag entschieden.

Beitragsfreie Kindergärten
Die Dürener CDU war es, die die Beitragsfreiheit im Rahmen der letzten Haushaltsberatungen für alle Kindergartenkinder gegen den Widerstand mancher Sozialdemokraten durchgesetzt hat.

Die Schullandschaft wäre eine andere
Verschwiegen hat die Ampel Plus ihren Versuch, mit Hilfe eines Gutachtens von Kremer-Mandeau die Schullandschaft in Düren maßgeblich zu verändern, indem Gymnasien, Real- und Hauptschulen geschlossen werden sollten. Zwischenzeitlich hat sich bewiesen, dass unsere Prognose korrekt war und beinahe Schulen umsonst geopfert wurden.

Die Annakirmes leidet im Ansehen bei den Schaustellern
Der Ruf der Kirmes hat durch zahlreich Verfahren und die selbstherrliche Art des Steuerausschußvositzenden Hubert Cremer (FDP) massiv Schaden genommen. Hier ist es angezeigt, wieder sachlich und im Konsens zu Entscheidungen zu kommen. Über 40 verlorene Klagen für die Stadt sprechen für sich.

Das Märchen des Stillstandes
Den gerne von der Roten Ampel propagierte "Stillstand" zu Zeiten der CDU-Mehrheit im Stadtrat hat es nie gegeben.
Jede Partei setzt ihre Prioritäten anders, so kommt es aufgrund verschiedener Programmatik natürlicher Weise zu unterschiedlichen Geschwindigkeiten in den verschiedenen Bereichen.
Wir müssen aber klar darauf verweisen, dass in Zeiten der CDU-Regierung der städtische Haushalt saniert wurde. Das die Ampel sich heute z.B. über ein City-Ticket XL freuen darf, ist auch dieser strikten Haushaltsdisziplin der vorherigen Jahre zu verdanken. Auch wir können heute z.B. bei der KiTa-Beitragsfreiheit davon profitieren.

Dass die Doppelhaushalte gemeinsam gestaltet wurden und zu guten Ergebnissen geführt haben, begrüßt die CDU ausdrücklich und betont ihre Bereitschaft, dies auch bei den kommenden Beratungen so zu handhaben.

2019 09 19 Antwort
Dürener Zeitung vom 19.09.2019