Die Dürener CDU-Fraktion ist positiv überrascht über den Sinneswandel der Ampel-Fraktionen im Dürener Stadtrat, was die Bedeutung von Radwegen angeht. So fordert die CDU seit Jahren, dass man im Sinne älterer und nicht ganz so erfahrener Radfahrer und vor allem im Sinne unserer Kinder das Hauptaugenmerk im Radverkehr wieder auf den Bau und die Erneuerung von Fahrradwegen richtet.

Diese Forderung hat die CDU mit einem eigenen Antrag für die kommende Stadtratssitzung erneuert. Die CDU begrüßt ausdrücklich, dass sich nun fast alle anderen Parteien mit Blick auf die Sicherheit der Radfahrer dem anschließen, nachdem sie sich immer auf die Ergebnisse von Untersuchungen berufen hatten, die belegt hätten, dass Radfahrer auf Schutzstreifen in Sichtweite der Autofahrer am sichersten aufgehoben seien. Dass damit auch die problematische Nähe der Radfahrer zu Lkws einbezogen ist, schienen die Koalitionäre nicht als Problem gesehen zu haben. Anders lässt sich die Umsetzung der absoluten Fehl-planung in der Bismarckstraße nicht erklären, wo Radfahrer sich zwischen Lkws und der Busspur eingeklemmt sehen, welche SPD, Grüne, FDP und Linke damals gegen den Widerstand der CDU, aber auch von ProRad durchgesetzt hatten. Gleiches gilt für den stadteinwärts führenden Radstreifen auf der Kölnstrasse in Höhe der Hauptpost. Wäre an dieser Stelle wieder ein Radweg in die Nebenanlagen gelegt worden, wie von der CDU gefordert, gäbe es heute die an dieser Stelle beklagten Probleme nicht.

Aus diesem Grund beantragt die CDU auch, an den Stellen in der Stadt, wo Radwege in den Nebenanlagen und Fahrradstreifen parallel verlaufen, die Radwege zu ertüchtigen und wieder eine Radwegebenutzungspflicht einzuführen. „Die bisherige vermeintliche Förderung des Fahrradverkehrs durch die „Rote Ampel“ in Düren hat in eine Sackgasse geführt. Denn ein Fahrradstreifen auf der Fahrbahn ist immer nur die zweitbeste Lösung“, argumentieren Fraktionsvorsitzender Stefan Weschke und der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Hermann Josef Geuenich. An den Stellen, wo ein Fahrradweg vorhanden ist oder eingerichtet werden kann, sollte der Fahrradverkehr auch auf diesem geführt werden, fordern die beiden Christdemokraten.

Neueste wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass sich Fahrradfahrer auf separaten Radwegen am sichersten fühlen und sich eine getrennte Verkehrsführung vom motorisierten Verkehr wünschen. Sandwichlösungen, wie sie mit Schutzstreifen realisiert werden, stehen hingegen zurecht immer wieder in der Kritik. Städte, die das in ihrer Verkehrsplanung berücksichtigen, haben die höchsten Zuwachsraten im Fahrradverkehr zu verzeichnen. Diesen Erkenntnissen sollten sich auch die Ampelfraktionen nicht verschließen.

Schließlich freuen sich Weschke und Geuenich auch darüber, dass die Ampel-Fraktionen jetzt auch die alte CDU-Forderung nach einer separaten Radwegroute zwischen den westlichen Stadtteilen und der Innenstadt über die Goethestraße mit einer separaten Rurquerung in Höhe des Willy-Brandt-Parkes übernommen haben.

Bei der CDU ist man überzeugt, dass man durch diese Maßnahmen mit der Förderung des Fahrradverkehrs einen großen Schritt nach vorne machen kann, ohne den Bürgerinnen und Bürgern die Nutzung eines bestimmten Verkehrsmittels vorzuschreiben.

2019 07 02 Radverkehr