"Wir wollen, dass aus dem Förderprogramm 'Gute Schule 2020' zwei Millionen Euro in das Thema Digitalisierung gesteckt wird" fordert CDU-Parteivorsitzender Thomas Flossdorf. "Davon soll eine Million den städtischen Schulen zur Anschaffung von Whiteboards, Smartboards oder Laptops und Beamer zur Verfügung gestellt werden" betonten CDU Schulexperte Hermann Josef Geuenich und Fraktionsvorsitzender Stefan Weschke. Die Höhe der Mittel soll sich anhand der Schülerzahl bemessen.
Die andere Million soll zur Einrichtung des WLANs an den Schulen gedacht sein.

Die CDU wird einen Änderungsantrag in der gemeinsamen Sitzung des Schulausschusses und Verkehrs- und Bauausschuss zur Liste der Verwaltung stellen. "Wir wollen beim Thema offene Ganztagsschule weiter voran kommen und möchten deswegen zusätzliche Räume -zum Bespiel in der Martin Luther Schule- für die OGS bauen lassen" so die drei Christdemokraten. Weiteren Bedarf an OGS-Plätzen sieht die CDU vor allem in Birgel, St. Bonifatius und der Südschule. Die CDU will die OGS-Plätze auf insgesamt 1.000 an den Dürener Grundschulen erhöhen.

Ferner soll nach dem Willen der CDU mit der Sanierung der naturwissenschaftlichen Räume am Gymnasium am Wirteltor (GAW) nicht erst 2020, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, sondern bereits 2017 begonnen werden. "Das GAW wartet bereits seit 2015 auf die neuen Räume, drei weitere Jahre Vertröstung sind nicht zumutbar" so Flossdorf und Weschke. Ausreichende Mittel dafür stehen im laufenden Haushalt bereit, so dass eine Finanzierung aus dem Sonderprogramm nicht nötig ist.
Eine weitere Änderung, so Hermann Josef Geuenich, betrifft die Heinrich Böll Gesamtschule. Hier, so der Schulexperte, muss zusätzliches Geld in Höhe von 225.000,- Euro eingesetzt werden, damit Haus B fertig saniert und die Gesamtschule im nächsten Schuljahr wieder 5 Klassen pro Jahrgang aufnehmen kann. 200.000,- Euro sollen für ein schulübergreifendes Bewegungszentrum des Kreissportbundes in der alten Halle der Stadtgärtnerei bereitgestellt werden.

Eine Gegenfinanzierungsvorschlag haben die Christdemokraten auch: "Die Verwaltung soll alle vorgeschlagenen kleineren Maßnahmen bis 50.000,- Euro Kosten nicht aus dem Programm 'Gute Schule 2020', sondern aus freigewordenen Haushaltsmitteln umsetzen, erklärten Weschke und Floßdorf.