Gedanken zur Stadtentwicklung
in den nächsten 15 Jahren

Von Thomas Floßdorf

Vorbemerkung: In den letzten Jahren sind zahlreiche, wichtige Weichenstellungen für die Stadt Düren getroffen worden. Die neuen Wohngebiete sind gut angenommen, die Gewerbegebiete nachgefragt, eine gute Bestandspflege der bestehenden Unternehmen gewährleistet, Schulen saniert, Ganztagsangebote und U3 ausgebaut.

Dennoch: in der Zukunft wird es darum gehen, strategische Entscheidungen zu treffen, die langfristig Düren als das Mittelzentrum zwischen den Oberzentren in der Region stärken.

Die hier aufgeschriebenen Gedanken dienen als Anregung und laden zur Diskussion ein. Sie erheben keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und sind ständig weiterzuentwickeln.

Themen und Handlungsfelder

2. Bildung und Kultur –
Kompetenzzentrum und Kulturmetropole

Der Schulstandort Düren bleibt weiterhin für die Region erhalten. Hierbei ist auf eine starke Vernetzung zwischen Kindergarten und Schule zu achten, zwischen Grundschule und weiterführenden Schulen. Das Ganztagsangebot wird an die tatsächlichen Wünsche der Eltern angepasst.

Das Rathaus hat einen eigenen Betriebskindergarten; ebenso einige mittelständische Firmen. So hat Düren auch im Kampf um die besten Fachkräfte und junge Familien die Nase vorn in der Region.

Neben diesen klassischen Handlungsfeldern soll ein Schwerpunkt auf die berufliche Aus- und Weiterbildung gelegt werden. Hierzu sollen Kooperationen im Sektor des internationalen Berufsausbildungszentrums und des Berufsweiterbildungszentrums mit der FH Aachen geknüpft werden

Kultur

Düren hat seinen Ruf als Kulturmetropole der Region ausgebaut.

Der Weg dorthin ist ungewöhnlich aber richtungsweisend: qualitativ hochwertige Veranstaltung und grenzüberschreitende Kooperationen ermöglichen herausragende, kulturelle Veranstaltungen.

Das eingeführte Büro für Tourismus ist eine gute Entscheidung: die Zahl der Tagestouristen hat sich erhöht. Düren profitiert nun auch von den Touristen aus dem Umland.

4. Infrastruktur –
gut erreichbar und umweltschonend

Die für den Wirtschaftsstandort Düren wichtigen Straßen sind alle gebaut. Das dritte Gleis ist gebaut, die Bördebahn verkehrt regelmäßig zwischen Düren und Euskirchen.

Düren ist für Logistik in der Region erster Ansprechpartner. Durch Ausweisung von weiteren zusammenhängenden Gewerbegebieten und eine neue Vermarktungsstrategie konnten zahlreiche, neue Betriebe angesiedelt werden. Hierfür hat die Stadt schon früh den Grundstein für ein Gewerbegebiet gelegt, das zu 80% über erneuerbare Energien versorgt wird. Hierdurch und durch erste Elektrobusse, die in der Stadt ihren Dienst aufnehmen, ist die Stadt zum ökologischen Vorreiter der Region geworden.

Düren bringt sich in die Indeland Gesellschaft ein und kann durch die Mitgliedschaft zahlreiche wichtige infrastrukturelle Verbesserungen für den Stadtteil Merken erreichen.

6. Innenstadt und Handel —
neue Formate und gute Erreichbarkeit.

Düren hat eine funktionierende Innenstadt und sich als das Einkaufszentrum in der Region weiter etabliert. Zu guten Angeboten wie dem Wochenmarkt haben sich neue Formate gesellt, die zusätzliche Käufer nach Düren locken. Einmal in der Woche findet ein orientalischer Markt in der Josef- Schregel -Straße statt, einmal im Monat ein Handwerks- und Kunstmarkt auf dem Leopold Hoesch Museum. Durch den Masterplan Düren konnten zahlreiche Fördergelder nach Düren geholt werden.

Durch ein neues Park & Ride System kann die Innenstadt bequem und ohne Parkgebühren erreicht werden. Veranstaltung und Märkte sowie innovative Außengastronomiekonzepte machen aus Düren die Stadt zum Verweilen in der Region.

Dem wachsenden Internethandel begegnet die Innenstadt durch eine virtuelle Stadt Düren, in der alle Angebote der Stadt auch online angeboten werden. Die Koordination dieser Angebote übernimmt die CityMa.

Düren, im Januar 2013