Neuwahl der Senioren-Union
Hermann Koch heisst der neue und alte Vorsitzende der Senioren-Union des Dürener CDU-Stadtverbandes. Auf der gut besuchten Mitgliederversammlung im Posthotel stimmten alle Anwesenden unter der Versammlungsleitung von Staatssekretär Thomas Rachel (MdB) für Koch, der die Senioren Union in den letzten beiden Jahren aus ihrem „Dornröschenschlaf“ geweckt hat. Die Mitgliederzahl hat sich in dieser Zeit auf 60 Männer und Frauen fast verdreifacht. Ziel der kommenden beiden Jahre sei es, so Hermann Koch, die 100er Grenze zu überschreiten. Mit Stolz wies Hermann Koch auch auf die Vertretung der Senioren in der Kommunlapolitik Dürens hin. Mit Käthe Rolfink und Karl-Heinz Heselhaus im Kreistag und Käthe Hasse im Stadtrat, sei eine Mitwirkung der älteren Generation in der Kommunalpolitik gewährleistet. Auch die Mitarbeit im Seniorenbeirat und im verein Senioren-Aktiv konnte ausgebaut werden, betonte er. Koch bedankte sich auch noch einmal bei den Gästen der Jungen Union, mit denen es eine enge, freundschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit gäbe. „Ohne die Zusammenarbeit und das Gespräch zwischen allen Generationen ist kein gesellschaftliches Leben vorstellbar, erklärte er. Bei den weiteren Wahlen zum Vorstand gab es folgende Ergebnisse: 1. Stellvertreterin Käthe Rolfink, 2. Stellvertreter Manfred Barsuhn, Pressesprecher Robert Halstein, Schriftführerin Maria Helfmeyer. Als Beistzer wurden gewählt: Käth Hasse, Karl-Heinz Heselhaus, Ursula Kluge, Karin Köttgen, Gerlinde Schmidt, Friedrich Schuhl und Elfriede Vieth.
Im Verlaufe der Versammlung nahm Staatssekretär und Stadtverbandsvorsitzender Thomas Rachel (MdB) zur Bundespolitik Stellung. „Manchmal hat man Angst, das Radio oder Fernsehen anzuschalten, weil wieder irgendetwas unvorhersehbares passiert sein könnte“, begann er seine Ausführungen. Vom Rücktritt Köhlers sei er, wie alle anderen auch, völlig überrascht worden. „Köhler hat das Recht, dass ihm jeder bei der Begründung seines Rücktrittes zuhört“, erklärte Rachel. Leider sei das längst nicht von allen gemacht worden. Er selber sei „nicht glücklich“ über den Rücktritt des Bundespräsidenten, der in schwierigen innen- und außenpolitischen Zeiten geschehen sei und nicht in die derzeitige Lage passe. Als wichtigste Regierungsaufgaben der nächsten Monate nannte Rachel
- die Sicherstellung der Währungsstabilität,
- die Konsolidierung der Finanz- und Sozialsysteme und
- die Schaffung von Impulsen für Wachstum und Beschäftigung.
Abschließend bedankte sich Rachel bei „seinen Vereinigungen“, die mit ihrer Arbeit positiv in die Bevölkerung ausstrahlen würden. Sie seien der Garant dafür, dass die politische Führung nicht den Kontakt zu den Bürgern und Bürgerinnen verlieren würde. Stolz sei er auch auf die vor wenigen Tagen gelungene Aktivierung eines „Netzwerks für Dürener Bürger mit Migrationsintergrund“. Die CDU als Volkspartei müsse sich für die ausländischen Mitbürger und Mitbürgerinnen öffnen. „Ein solches Netzwerk ist im Kreis Düren und dem gesamten Bezirk Aachen einmalig“, führte der Staatssekretär aus. Als gelungenes Beispiel, wie sich jüngere Menschen um ältere kümmern, nannte Rachel das „Senioren-Atelier“, bei dem er gerne die Schirmherrschaft übernommen habe. „Hier haben sich junge Menschen zusammengefunden, die in Zusammenarbeit mit dem Nikolaus-Stift und der Caritas einmal in der Woche mit alten und vor allem kranken Menschen arbeiten und deren Ausdrucksfähigkeit in der Kunst durch wöchentliche Malkurse fördern.
Mit einer lebhaften Diskussion zwischen dem Staatssekretär und den Mitgliedern endete die Versammlung, an der auch der Kreisvorsitzende der Senioren Union, Wolfgang Gunia aus Jülich, teilnahm.
