CDA: Gesellschaft muss sich stärker um benachteiligte Kinder kümmern
Papier“ Aufstieg durch Bildung – Chancengerechtigkeit für alle“ diskutiert
05.12.2008
„Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien braucht unsere Gesellschaft ebenso als Leistungsträger wie Kinder aus bürgerlichen Schichten. Unsere Gesellschaft verspielt angesichts der demographischen Entwicklung ihre Zukunftsfähigkeit, wenn sie sich nicht in besonderer Weise dieser Personengruppe annimmt. Gerade diese Kinder müssen unsere Gesellschaft als offen, gerecht und chancenreich erleben. Nur dann können sie einer fast schon vorbestimmten Sozialkarriere entgehen.“ Diese Erkenntnis war für CDU-Fraktionschef Karl-Albert Eßer Grund genug, das Thesenpapier „Aufstieg durch Bildung- Chancengerechtigkeit für alle, sechs Bildungsoptionen für Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien“ zu verfassen. Im Dürener Stadtvorstand der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft wurden die Thesen jetzt intensiv diskutiert. Da die frühkindliche Bildung für die Entwicklung eines Kindes von entscheidender Bedeutung sei, sei – so Eßer - gezielte Sprachförderung für Kinder aus Familien mit Zuwanderungsgeschichte oder sozial schwächeren Familien unabdingbar. Angesichts zunehmender Orientierungslosigkeit mancher Eltern müssen – so Eßer – die Schulen ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag umfassend wahrnehmen. Neben der Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten sei auch die Vermittlung von Werten und Tugenden wichtig. Ganztagsschulen gehöre die Zukunft. „Sie sind weder Heilsbringer noch Teufelswerk, sondern schlicht die bildungspolitische Antwort auf gesellschaftliche Veränderungen“, so der Christdemokrat. Es sei ein zentrales bildungspolitisches Ziel, dass jeder Schüler zumindest einen qualifizierten Schulabschluss erwirbt. Viele Familien aus benachteiligten Schichten bräuchten zeitweise oder sogar dauerhaft die Unterstützung der Gesellschaft, um ihren Erziehungsauftrag gerecht zu werden. Dazu seien Familienzentren und -beratungsstellen oder die aufsuchende Sozialarbeit ebenso notwendig wie ein dichtes Netzwerk von ehrenamtlich tätigen Familienpaten. Ebenso müssten die Wohnquartiere, in den überwiegend aus benachteiligten Schichten wohnten, gestärkt werden. “In der Stadt Düren sind wir angesichts vieler Maßnahmen auf einem guten Weg, aber wir müssen uns diesen Kindern und Jugendlichen noch intensiver widmen“, schlussfolgerte CDA-Vorsitzender Bernd Wenge.