Christlich Demokratische Union Deutschlands
Stadtverband Düren

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Koalitionsvereinbarung für die Ratsperiode 2009-2014

 

Verbindliche Vereinbarung

zwischen der Christdemokratischen

Union - Stadtverband Düren -

und der Freien Demokratischen Partei

- Stadtverband Düren -

über die Zusammenarbeit im Stadtrat Düren,

dessen Ausschüsse und Gremien,

in der Wahlperiode 2009  -  2014

 

 

Einleitung

Die Fraktionen von CDU und FDP vereinbaren für die Ratsperiode von 2009 bis 2014 eine vertrauensvolle Zusammenarbeit im Stadtrat Düren, dessen Ausschüsse und Gremien.

Gemeinsam wollen wir unsere Stadt Düren in eine gute Zukunft führen. Dazu gilt es, in finanziell schwierigen Zeiten Bewährtes zu sichern, aber auch neue Aufgaben anzugehen.

CDU und FDP verpflichten sich, im Stadtrat und in allen von Ihnen beschickten Gremien einheitlich abzustimmen. Dies gilt auch für Punkte, die nicht Gegenstand der vereinbarten Ziele sind. Wechselnde Mehrheiten sind ausgeschlossen. Anträge werden im Stadtrat und in den Ausschüssen und Gremien nur nach Einvernehmen mit dem Koalitionspartner eingebracht.

Die Fraktionen bilden einen gemeinsamen Koalitionsausschuss, bestehend aus dem Bürgermeister und den beiden Fraktionsvorsitzenden. Bei Bedarf werden weitere Personen aus den einzelnen Fachbereichen hinzugezogen.

Der Koalitionsausschuss tritt immer auf Wunsch eines Koalitionspartners zusammen.

 

Unsere gemeinsamen Ziele

1.     Wir streben - gerade mit Blick auf die jüngere Generation - geordnete Finanzen für unsere Stadt an. Genehmigte Haushalte sind unser Ziel. Deshalb stehen alle kommenden Aufgaben unter einem Finanzierungsvorbehalt.

2.     Wir wollen eine transparente Politik unter Einbeziehung der Bürger, konstanten Abbau überflüssiger Bürokratie mit einer serviceorientierten und bürgernahen Verwaltung verwirklichen.

3.     Wir wollen die Rahmenbedingungen für unsere Schulen weiter verbessern, ihre Modernisierung konstant vorantreiben und insbesondere ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot sicherstellen.

4.     Wir sehen Bildung als wichtigste Ressource unserer Stadt. Deswegen wollen wir ein Bildungsangebot für jedes Alter und jede Lebenssituation bieten. Ein wichtiger Schritt hierbei ist die Etablierung Dürens als Fachhochschulstandorts.

5.     Wir wollen die Innenstadt zum Einkaufen, Verweilen und Feiern weiterentwickeln und das Innenstadtforum mit neuen Impulsen versehen.

6.     Wir wollen die Stadtteile als wichtigen Lebensraum stärken - vor allem alle Bestrebungen für eine gute Nahversorgung in allen Stadtteilen unterstützen. Insgesamt streben wir eine zukünftige Stadtentwicklung an, die dem demographischen Wandel gerecht wird. Die Belange Jugendlicher und junger Familien müssen dabei ebenso berücksichtigt werden wie die der älteren Generation.

7.     Wir wollen eine Grundstücks- und Wohnungsbaupolitik fördern, die den Bürgerinnen und Bürger mit ihren unterschiedlichsten Möglichkeiten die Bildung von Wohneigentum erleichtert. Zugleich wollen wir mit Blick auf die ältere Bevölkerung die Schaffung von barrierearmen Mietwohnungen unterstützen.

8.     Wir wollen die städtische Wirtschaftsförderung weiter stärken, weil nur dadurch die Bestandspflege gesichert und neue Unternehmen angesiedelt werden können.

9.     Wir wollen uns in besonderer Weise um den Mittelstand mit Handel und Handwerk kümmern, weil vor allem er Ausbildungs- und Arbeitsplätze zur Verfügung stellt.  

10. Wir wollen in unserer Stadt Kulturangebote für alle Schichten und das vielfältige private Kulturengagement unterstützen. Das erweiterte Leopold-Hoesch-Museum soll als „kultureller Leuchtturm“ unserer Stadt national und international positioniert werden.

11. Wir wollen das vielfältige ehrenamtliche Engagement in unserer Stadt fördern und weiter ausbauen.

12. Wir wollen die Integration von Menschen unterschiedlichster Herkunft fördern, denn das gute Miteinander aller Bürger in unserer Stadt ist von hohem Wert.

 

Unsere konkreten Aufgaben für die Ratsperiode 2009-2014

Städtische Finanzen konsolidieren

konsequente weitere Umsetzung des zweiten Konsolidierungsprogrammes

Beauftragung der Verwaltung mit der Erarbeitung eines dritten

  Konsolidierungsprogrammes mit dem Ziel weiterer Einsparungen

kontinuierliche Überprüfung von Effizienz und Wirtschaftlichkeit in der

  Stadtverwaltung

Fortführung der Verschlankung und der Modernisierung der Verwaltung

Überprüfung aller freiwilligen Leistungen auf ihre Notwendigkeit

Hinwirken auf eine Rücknahme der Delegation seitens des Kreises Düren

Bildung eines Fachausschusses „Finanzen und Beteiligungen

 

Infrastruktur verbessern 

Bau der B56n als östliche Umgehung Dürens

Sicherstellung der städtischen Mitfinanzierung der B399n

Umgehungsstraße für Arnoldsweiler

Initiierung und Unterstützung der Errichtung von barrierearmen Miet- bzw. Eigentumswohnungen in der Innenstadt und in den Stadtteilen

Errichtung des Fahrradparkhauses am Bahnhof

Überprüfung und Ergänzung des Radwegenetzes unter dem Leitgedanken
   „Sicheres Radfahren in Düren“

Erneuerung der Bismarckbrücke

Weitere Initiativen für Sicherheit und
   Sauberkeit in der gesamten Stadt

 

Wirtschaftsförderung stärken

Ausbau und Stärkung der städtischen Wirtschaftsförderung

Intensive Betreuung der bestehenden Unternehmen

Endvermarktung des Gewerbegebietes „Automeile“

Verwirklichung weiterer Gewerbegebiete für mehr Ausbildungs-
  und Arbeitsplätze

Neuentwicklung des ehemaligen Munitionsdepots Gürzenich-Wald

Stärkung des örtlichen Handwerks, Handels, des Mittelstandes und der Industrie

Stärkung und Förderung der Gesundheitswirtschaft

Tourismus als neue Zukunftsaufgabe – Einrichtung eines Tourismusbüros

Zusammenarbeit mit den Hochschulen der Region intensivieren und
  Ansiedlung eines Fachhochschulbereiches

Zügige Umsetzung des Konjunkturprogrammes

 

Den Bildungsstandort Düren ausbauen

Fertigstellung der beiden Förderschulen

Umsetzung der Über-Mittag-Betreuung an weiterführenden Schulen

Weiterer Ausbau der Offenen Ganztagsgrundschulen bei Bedarf

Einrichtung eines Ganztagsgymnasiums und einer Ganztagshauptschule

Prüfung der Einrichtung eines Abendgymnasiums und von berufsorientierten
   Ausbildungsgängen

Sanierung eines weiteren Lehrschwimmbeckens

Fortführung der Sanierung der Schulgebäude

Unterstützung des Programms „Kein Kind ohne Mahlzeit“

Weitere Umgestaltung von Schulhöfen zu Spielhöfen

 

Die Stadtteile als Lebensraum für jung und alt stärken

Sicherung der ortsnahen, städtischen Infrastruktur (Kindertageseinrichtungen,
   Grundschulen, Jugendheime, Spielplätze, Sportanlagen)

Entwicklung von ortsgerechten Konzepten für eine ausreichende
  Nahversorgung in allen Stadtteilen

Stärkung der vielfältigen Vereins- und Kulturarbeit vor Ort

Verbesserung der Mobilitätschancen vor allem für ältere Mitbürger

Ausbau des sozialen Netzes für ältere Mitbürger vor Ort, wie z.B. stadtteilnahe
   Begegnungs-, Beratungs- und Versorgungszentren sowie Tagespflegeplätze

Realisierung weiterer kleinerer Baugebiete bei erkennbarem Bedarf

Sanierung weiterer Feuerwehrgerätehäuser

Fertigstellung und Umsetzung des Dorfentwicklungsplanes Merken

 

Neue Akzente in der attraktiven Innenstadt setzen

Bebauung des Hoeschplatz-Parkplatzes bei Beibehaltung des bisherigen
   Parkplatzangebotes

Schaffung von Planungsrecht für die Neugestaltung des Postgeländes   
  einschließlich der Realisierung eines Parkhauses

Entwicklung des westlichen Teils der Schützenstraße gemeinsam mit privaten
   Immobilienbesitzern

Erneuerung des Fußgängerbereiches Kölnstraße

Weiterer Ausbau des Marktplatzes zu einem sicheren Ort der Kommunikation
  für jung und alt

Qualitative Aufwertung einzelner Märkte

Entwicklung eines Grünkonzeptes für die Innenstadt

Schließung von Baulücken bzw. Verdichtung für den Wohnungsbau

Erarbeitung einer Konzeption zur Qualitätsverbesserung der Josef-Schregel-Straße

Städtebauliche Neuplanung des Bereichs Oberstraße/Bonner
  Straße/Hohenzollernstraße als interessantes Wohnquartier

Förderung der Zusammenarbeit aller Innenstadtakteure

Einbeziehung der Anwohner aller Generationen

 

Kinder, Jugendliche und Familien stützen und stärken

Erhaltung der differenzierten, vielfältigen Hilfs- und Unterstützungsangebote für
   Familien in allen Lebenslagen

Ausbau der Familienzentren

Verlängerung der Öffnungszeiten der Kindertagesstätten

Sicherung der Kindergartenplätze für über Dreijährige

Weiterer Ausbau der Unter-Dreijährigen-Betreuung

Unterstützung der freien Träger beim Ausbau des Tagesmütternetzes

Stärkung der Kooperation von Tagesmüttern und Kindertagsstätteneinrichtungen

Erhaltung der stadtteilbezogenen Jugendarbeit in Jugendfreizeitheimen und der
   mobilen Jugendarbeit

Errichtung einer zweiten Skaterbahn

Kontinuierliche Sanierung von Kinderspielplätzen

Einrichtung eines Stadtschülerforums

 

Kultur und Sport für alle

Erhaltung des qualitativ hochwertigen Kulturangebotes in städtischer Trägerschaft
   (Musikschule, VHS und Stadtbücherei) und in freier Trägerschaft bei Anpassung an
   veränderte Kulturbedürfnisse

Fertigstellung des Museums-Erweiterungsbaus

Stärkere konzeptionelle Öffnung des „neuen“ Museums und Neupositionierung
   national und international

Neugestaltung des Museumsvorplatzes

Zeitnahe Realisierung eines Gastronomie- und Kulturkonzeptes für
   die Hauptburg von Schloss Burgau

Schaffung einer dauerhaften Theaterspielstätte für das KOMM

Erhaltung des differenzierten, umfangreichen Sportangebotes in den Stadtteilen
   einschließlich der Sportanlagen und -hallen

Stärkung des Sportangebotes für ältere Mitbürger

 

Die Integration weiter vertiefen

Intensive Förderung des Stadtteilprojektes Düren-Nord

Intensivierung der Sprachförderung in den Kindertageseinrichtungen und in
  den Schulen

Weitere Unterstützung der Hausaufgabenbetreuung

Spezielle Sprachkurse für Mütter in den Schulen

Unterstützung der Einbürgerungsbereitschaft

Schulaustausch zwischen Dürener Schulen und Schulen unserer neuen   
  Partnerstadt Eregli

 

Diese Aufgaben sollen mit der Bildung folgender Fachausschüsse realisiert werden:

1.                 Hauptausschuss

2.                 Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen

3.                 Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt

4.                 Bau- und Verkehrsausschuss

5.                 Jugendhilfeausschuss

6.                 Kulturausschuss

7.                 Schulausschuss

8.                 Sozialausschuss

9.                 Sportausschuss

10.             Steuerausschuss

11.             Rechnungsprüfungsausschuss

12.             Betriebsausschuss für die eigenbetriebsähnliche Einrichtung
Dürener Servicebetrieb

13.             Betriebsausschuss für die eigenbetriebsähnliche Einrichtung
Stadtentwässerung Düren

14.             Integrationsausschuss

15.             Wahlausschuss

16.             Wahlprüfungsausschuss

 

Die Bezirksausschüsse bleiben in der bisherigen Form und personellen Ausgestaltung bestehen.

Die FDP hat das Vorschlagsrecht für den ersten stellvertretenden Bürgermeister, die CDU für den dritten stellvertretenden Bürgermeister, der neu eingerichtet wird.


Düren, den 27. Oktober 2009  

gez.                                        gez.                                                   gez.

Thomas Rachel                   Karl-Albert Eßer                              Hubert Cremer
CDU-Parteivorsitzender    CDU-Fraktionsvorsitzender          FDP-Fraktions- und
                                                                                                          Parteivorsitzender