Arbeitsprogramm
Arbeitsprogramm der CDU-Fraktion für die Ratsperiode 2004 - 2009Mit Bürgermeister Paul Larue und ihrer Ratsmehrheit hat die CDU seit der Kommunalwahl 1999 einen überaus bemerkenswerten Stimmungsumschwung in Düren erreicht. Die Stadt befindet sich wieder im Aufbruch. Sie wächst. Als attraktives Mittelzentrum nutzt sie ihre Chancen. Sie zieht Menschen aus der gesamten Region an. Investoren interessieren sich für unsere Stadt. Düren kann voll Zuversicht und Selbstvertrauen in die Zukunft blicken.
Dieser Aufbruch gelang,
- weil die CDU 1999 sachlich und personell einen grundlegenden Neuanfang wagte,
- weil Stadtentwicklung für die CDU Gemeinschaftsaufgabe ist,
- weil Bürgerinnen und Bürger sich mehr engagieren,
- weil Investoren in der CDU einen offenen und fairen Partner fanden und die Partei auch dann Zusagen einhielt, wenn politisch Gegenwind aufkam,
- weil die CDU in Stadt und Kreis vertrauensvoll zusammenarbeitete und 1999 mit einer Politik gegenseitiger Blockade endlich Schluss war.
Unsere Bilanz kann sich sehen lassen - trotz der engen finanziellen Spielräume und einer Politik von Rot-Grün in Berlin und Düsseldorf, die der kommunalen Selbstverwaltung weitgehend den Atem nimmt.
- Die Innenstadt hat eine Aufwertung erfahren: durch attraktive Märkte, durch stark besuchte Veranstaltungen, durch das Bürgerbüro am Markt, durch den modernen Neubau des Kreises und durch citynahes Wohnen. Dieser Aufwertungsprozess ist noch nicht abgeschlossen. Mit dem Parkhaus „Schützenstraße” und dem Stadtcenter im Kuhgassenviertel erreicht dieser Prozess vielmehr eine neue Qualität. Die Neugestaltung der Fußgängerzone und die Umgestaltung von Wirteltorplatz und Schützenstraße werden die City weiter stärken.
- Die Stadtteile wurden ihrer Eigenart gemäß gefördert. Ihre vorbildliche Infrastruktur konnte aufrechterhalten werden. Wohngebiete wurden neu geschaffen, bauliche Verbesserungen gezielt vorgenommen.
- Mehr als 20 Neubaugebiete mit rund 450 Bauplätzen - vor allem für Familien - wurden in den vergangenen fünf Jahren realisiert. Die „Flucht” ins Umland konnte dadurch gestoppt werden.
- Die 33 Schulen werden dank des fünfjährigen Schulerneuerungsprogramms in Höhe von 12,5 Mio. Euro umfassend saniert.
- Durch die gute Zusammenarbeit mit dem Kreis konnten wichtige Projekte verwirklicht werden: die Errichtung der Großsporthalle am Jesuitenhof, der Bau der Tartanbahn an der Kaufmännischen Schule, die Erweiterung des Kreishauses auf dem ehemaligen Citybad-Gelände.
- Die sozialen Einrichtungen und Beratungsstellen der freien Träger konnten durch die finanzielle Unterstützung der Stadt erhalten werden.
- Die vielfältigen Angebote für Kinder und Jugendliche wurden gesichert und an die sich verändernden Freizeitgewohnheiten angepasst.
- Die verkehrliche Infrastruktur unserer Stadt konnte durch eine Vielzahl von Maßnahmen wie den Neubau der Johannesbrücke und den Umbau des Friedrich-Ebert-Platzes verbessert werden.
- Die beiden neueren Gewerbegebiete „Automeile” und „Talbenden/Rur-benden” wurden erfolgreich vermarktet und so neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze geschaffen.
- Die ehrenamtliche Arbeit erhielt durch die Einrichtung des „Tages des Ehrenamtes” und die Verleihung von Ehrenamtspreisen die verdiente öffentliche Anerkennung.
- Die Dürener Stadtverwaltung wurde zu einem bürgerfreundlichen Dienstleistungszentrum entwickelt. Das Bürgerbüro wird stark angenommen.
- Durch Ausschöpfung aller Wirtschaftlichkeitsreserven konnten Abgaben und Gebühren insgesamt stabil gehalten, teilweise sogar gesenkt werden. Bei Abfall und Abwasser liegen die Preise in Düren deutlich unter denen der Region.
Diesen verlässlichen und zielorientierten Kurs der Stadtentwicklung wollen wir in den kommenden Jahren in Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern entschlossen fortsetzen. Dabei muss sich unsere Politik weiterhin auf enge finanzielle Spielräume einstellen. Trotz bislang ausgebliebener Gemeindefinanzierungsreform darf das Ziel eines ausgeglichenen Haushaltes in der Stadt Düren nicht aus den Augen verloren werden. Daher müssen wir Prioritäten setzen: Die Interessen der jungen Familien, der Kinder und Jugendlichen sowie - angesichts der Bevölkerungsentwicklung - die der Älteren und Pflegebedürftigen stehen für uns im Vordergrund.
Wir Dürener Bürgerinnen und Bürger können stolz sein auf unsere Stadt, ihre Entwicklung in den letzten Jahren und ihre Zukunftschancen als Brücke zwischen der Euregio und der Rheinschiene.
Stadtentwicklung bleibt Gemeinschaftsaufgabe
1. Mit der weiteren, zügigen Aufwertung der Innenstadt stärken wir die Stellung Dürens als das Zentrum der Region.
2. Wir werden die bewährte Infrastruktur der Stadtteile mit Kindergärten, Schulen, Jugendheimen, Spielplätzen und Sportanlagen sowie Vereins- und Bürgerhäusern sicherstellen und dabei die demographischen Veränderungen berücksichtigen. Zugleich werden wir die Entwicklung der einzelnen Stadtteile durch weitere gezielte bauliche Maßnahmen voran bringen.
3. Wir werden den Erwerb von Wohneigentum weiter fördern. Die bisher erschlossenen Baugebiete werden zum Abschluss gebracht. Neue Baugebiete werden - bei weiterem Bedarf - umgehend erschlossen.
4. Wir werden Bauinvestitionen zur Schaffung altengerechter Wohnungen nachhaltig unterstützen, indem wir auch entsprechende städtische
Grundstücke bereitstellen.
5. Wir werden den Innenbereich des Friedrich-Ebert-Platzes nach den Plänen des renommierten französischen Architekten Dominique Perrault umbauen. Dank der großzügigen Unterstützung eines Dürener Unternehmens wird sich der Platz zur kommenden Adventszeit als attraktive Visitenkarte für die Stadt Düren präsentieren.
6. Wir wollen nach der erfolgreichen Vermarktung des Gewerbegebietes „Automeile” die benachbarten Flächen erwerben und dort ein neues Gewerbegebiet entwickeln.
7. Mit der neuen Wirtschaftsförderungsgesellschaft GWS und ihrer gebündelten Kraft holen wir neue Betriebe nach Düren. Gemeinsam mit der städtischen Planung sichern wir die Standorte unserer heimischen Industrie.
8. Wir werden die Entwicklungschancen der Dürener Unternehmen nachdrücklich unterstützen, damit sie ihre Bedeutung für die Sicherung von Arbeitsplätzen und die wirtschaftliche Entwicklung in der Region erhalten können. Das Land ist aufgefordert, deren Chancen nicht durch realitätsferne Verordnungen zu torpedieren.
9. Wir fördern auch zukünftig private Investitionsvorhaben in der Stadt, wenn sie den Zielen unserer Stadtentwicklung dienen. Dies gilt insbesondere auch für die Entwicklung alter Brachen wie die ehemalige Kettenfabrik oder das ehemalige Gelände von Peill und Putzler, die neuem Nutzen zugeführt werden.
10. Wir werden die ehemalige Papierfabrik Becker & Funck im Stadtteil Düren-Ost sanieren und als „Fabrik für Kultur und Stadtteil” nutzen.
11. Wir werden uns für eine attraktive Entwicklung des Bahnhofsumfeldes
einsetzen, die eine deutliche Verbesserung des Parkraumangebotes einschließt.
12. Wir werden dem Holzbendenpark einen offenen, einladenden Eingangsbereich verschaffen.
13. Wir wollen Dürens Anspruch als lebendig-offene Europastadt weiter fördern: durch neue Städtepartnerschaften, durch die Unterstützung der Schulen bei der Gründung und Intensivierung von Partnerschaften zu Schulen im Ausland und durch verstärkte Zusammenarbeit in der Euregio.
Unser Düren - sozial und familienfreundlich
14. Wir werden die sozialen Einrichtungen und Dienste unserer Stadt mit ihren vielfältigen Hilfsangeboten für Kinder, Jugendliche, Familien und ältere Menschen - in enger Kooperation mit freien Verbänden und Vereinen - aufrechterhalten und weiter entwickeln. Unsere Hilfe gilt auch anderen Gruppen wie Obdachlosen und Suchtkranken.
15. Wir wollen in Zusammenarbeit mit den freien Trägern dafür sorgen, dass die notwendigen Hilfsangebote für Pflegebedürftige im ambulanten, teilstationären und stationären Bereich vorhanden sind und diese auch den heutigen Qualitätsstandards entsprechen.
16. Wir werden ein umfassendes Hilfesystem für demenzkranke Menschen und ihre Angehörigen fördern.
17. Wir wollen Düren - in Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeirat - als be-hindertenfreundliche Stadt auch in Zukunft stärken.
18. Wir werden - nicht zuletzt durch den städtischen Immobilienbesitz, den Gemeinnützigen Dürener Bauverein und die Wohnungsbaugenossenschaft - weiterhin geeigneten Wohnraum für einkommensschwächere Bürger bereitstellen.
19. Wir werden die Integration der ausländischen Familien stärken: durch die Bildung eines Integrationsausschusses, durch die nachhaltige Unterstützung des Projektes „Soziale Stadt” in Nord-Düren und durch verstärkte Angebote zum Erlernen der deutschen Sprache.
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