50 Träume 2
Meine fünfzig Träume für Düren Teil 2Sauberkeit wird groß geschrieben
25. Düren hat seinem Anspruch verwirklicht, zu einer der saubersten Städte in Nordrhein-Westfalen zu gehören. Es bleibt allerdings eine tägliche Herausforderung. Der Dürener Service Betrieb arbeitet weiterhin vorzüglich, aber auch die Bürger legen überwiegend ein umweltbewusstes Verhalten an den Tag. Daran haben auch die „Grünen Sheriffs” ihren Anteil.
Bahnhof strahlt in neuem Glanz
26. Der Dürener Bahnhof und das umliegende Gelände strahlen in neuem Glanz. Die Bahn AG hat das historische Gebäude von Grund auf renoviert. Neben dem Buch- und Zeitschriftenladen lädt jetzt ein Cafe mit Blick auf die Gleise zum Verweilen ein. Die früher zusätzlich genutzten unbefestigten Parkplätze sind asphaltiert und auch abends hell beleuchtet. Endlich zeigen sich der Bahnhof und seine Eingänge in einem sauberen Zustand.
27. Das Fahrradparkhaus am Bahnhof war bereits lange vorher fertig. Über 360 Fahrräder finden darin Platz. Das Fahrradparkhaus bietet zugleich eine Reparaturwerkstatt und die Möglichkeit für Besucher der Stadt oder der nahen Eifel, Fahrräder auszuleihen und Düren sowie die nähere Umgebung per Fahrrad kennenzulernen.
Restaurant auf Schloss Burgau
28. Für Schloss Burgau ist das Kultur- und vor allem Gastronomiekonzept umgesetzt. Ein überwiegend aus Glas gestalteter Anbau mit einem Restaurant im südlichen Teil der Hauptburg wird von jung und alt sowie von Familien gut angenommen. Dies gilt auch für den an den Wochenenden geöffneten Weinkeller. Der neue Pächter managt zugleich die Verpachtung auch aller übrigen Räume auf dem Schlossgelände, bis auf die Räume der Niederauer Vereine. Der früher einmal umstrittene Bau der schlossnahen Parkplätze hat sich längst als richtige Entscheidung herausgestellt.
Events für Jugendliche
29. Für die Dürener Jugendlichen gibt es weiterhin ein differenziertes Freizeitangebot: Jugendheime vor Ort mit hauptamtlicher Betreuung, die Endart mit ihrem spezifischen Programm, das Komm mit seiner Jugenddisco, die Kneipen, die vor allem Jugendliche ansprechen. Dass viele dennoch am Wochenende vor allem die Großstadt Köln kennen lernen wollen, darf aber nicht verwundern. Die Jugendlichen kommen gefahrlos mit der S-Bahn und dem Shuttle-Bus in der Nacht wieder zurück.
Integriertes Verkehrssystem ausgebaut
30. Die beiden Umgehungsstraßen im nördlichen und östlichen Teil der Stadt sind fertiggestellt, nachdem der Bund endlich die notwendigen Finanzmittel zur Verfügung gestellt hat. Viele Straßenzüge wurden dadurch entlastet.
31. Der ehemalige Kriegerdenkmalsplatz, der früher eine große Kreuzung war, ist - nach den guten Erfahrungen mit dem Europaplatz in Düren-Süd - zu einem Kreisverkehr umgebaut worden, wodurch der Verkehrsfluss gefahrloser und flüssiger geworden ist.
32. Die Stadt Düren hat die Radwege Schritt für Schritt weiter ausgebaut - durch spezielle Radwege oder von den Straßen abmarkierte Streifen. Gefahrlose Verbindungen zwischen den Stadtteilen sind dadurch ebenso hergestellt wie die Radwege von den Stadtteilen in die Innenstadt.
33. Angesichts der älter werdenden Gesellschaft hat der Öffentliche Personennahverkehr in Düren an Bedeutung weiter gewonnen. Vor allem die Verbindungen von den Stadtteilen zur Innenstadt sind besser geworden.
Neue Akzente in der Familienpolitik
34. Die Stadt hat erhebliche Akzente in der kommunalen Familienpolitik setzen können, vor allem hinsichtlich des Betreuungsangebotes für Alleinerziehende bzw. berufstätige Eltern. An den Grundschulen gibt es nicht nur
Über-Mittag-Betreuungen, sondern im Anschluss auch eine weitere Betreuungsmöglichkeit. Verschiedene Ganztagsschulen und Horteinrichtungen sowie die Tagesmütter/väter vervollständigen die Angebote.
Sicherheit für die Bürger
35. Die Dürener Bürger, vor allem auch die älteren, fühlen sich sicher - in der Innenstadt und in den Stadtteilen. Das Konzept der Bezirkspolizisten vor Ort erweist sich ebenso als richtig wie die unübersehbaren Kontrollgänge der Polizeibeamten in der Innenstadt.
Die Stadtteile - Herzstücke Dürens
36. Die Dürener Stadtteile haben sich nicht nur durch die Neubaugebiete und bauliche Sanierungen im Bereich der Schulen weiterentwickelt: Beispielhaft: In Mariaweiler ist die Ortskernsanierung nach vielen Anläufen gelungen. Zudem gibt es einen allseits beliebten Bürgertreff. Die Fläche rund um Kirche und Rurtalhalle in Lendersdorf ist neu gestaltet. In Derichsweiler ist die alte Kirche doch noch restauriert worden.
37. In jedem Stadtteil gibt es sogenannte Nachbarschaftszentren, die als Begegnungsstätten das Gemeinschaftsleben der Familien und auch der älteren Mitbürger fördern, die Freiwilligeninitiative „Ich für Dich” stadtteilbezogen organisieren und eine ambulante Pflegestation für diejenigen haben, die auf Hilfe angewiesen sind.
Die Schulen sind saniert
38. Die Dürener Schulen - wichtiger Bestandteil des Lebens in den Stadtteilen - sind durch das umfangreiche Schulerneuerungsprogramm, das innerhalb von fünf Jahren umgesetzt wurde, saniert. Jede Schule war in diesem Programm mit einer Vielzahl von Maßnahmen berücksichtigt. Zugleich wurden viele karge Schulhöfe an Grundschulen - nicht zuletzt dank der Eigeninitiative der Lehrer und Eltern - zu ökologischen Spielhöfen umgestaltet.
39. Darüber hinaus wurden zwei neue Sonderschulen errichtet, die Ersatz für die Cornetzhofschule und die Bürgewaldschule sind. Düren hat auch damit seinen Ruf als Schulstadt unterstrichen.
Der GHT-Park - ein Vorzeigeprojekt
40. Das Gelände Peill und Putzler hat sich zu einem Vorzeigeprojekt in Deutschland entwickelt. Der schrittweise und mit Augenmaß entwickelte Gewerbe-, Handwerk- und Technologiepark in Nord-Düren ist Domizil für viele interessante Unternehmen, Handwerksbetriebe und Dienstleister geworden. Die Verwaltung von Peill und Putzler ist längst wieder zurückgekehrt, Kfz-Meisterschule und das Ausbildungszentrum für die Innung Aachen-Düren bilden dort aus, Ökotec hat Werkstätten angemietet, eine große Halle steht für eher „urwüchsige” Veranstaltungen zur Verfügung. Eine gut bürgerliche Gaststätte und ein Museum, in dem auch die Sammlung Schmidt-Bachem zur Papierverarbeitung gezeigt wird, ergänzen das interessant gestaltete Gebiet mit einer hervorragenden verkehrsmäßigen Anbindung.
Neues interkommunales Gewerbegebiet kommt voran
41. Das Gewerbegebiet „Automeile”, das seit Oktober 2001 vermarktet wurde, hat keine freien Parzellen mehr. Die Idee der Automeile hat sich durchgesetzt, denn die meisten Gewerbeansiedlungen drehen sich rund ums Auto oder andere motorisierte Fahrzeuge.
42. Die GWS hatte vom Bundesvermögensamt ein weiteres Areal im Anschluss an die Automeile erworben. Ein neues interkommunales Gewerbegebiet ist entstanden - gemeinsam mit der Gemeinde Kreuzau. Erste Ansiedlungen sind bereits erfolgt.
Sportstadt Düren - mehr als ein Anspruch
43. In Düren gibt es weiterhin ein vielseitiges Angebot an Sportstätten für jung und alt - über die Stadt verteilt. Die Investition in die Tartanbahn, die vereinsübergreifend genutzt wird, hat zu einem Aufschwung bei den Leichtathleten geführt.
44. Die Jugendarbeit in den Dürener Sportvereinen ist hervorragend. Zudem haben sich die Vereine - in Konkurrenz oder in Kooperation mit professionellen Fitnesstudios und der Volkshochschule - zu modernen Dienstleistern entwickelt und wenden sich mit ihren Angeboten verstärkt auch an ältere Menschen, bei denen der Fitness- und nicht der Leistungsgedanke im Vordergrund steht.
45. Volleyball-Bundesligist Evivo Düren steht im Finale zur Deutschen Meisterschaft und trifft auf den vielfachen Titelträger Friedrichshafen. Die Großsporthalle mit ihren 2500 Sitzplätzen ist wieder einmal ausverkauft. Mit dem Einzug in die Finalrunde haben sich die Dürener schon zum dritten Mal die Teilnahme am Europapokal gesichert. Evivo Düren ist trotz begrenzter finanzieller Mittel für Talente in Deutschland der beste Verein, weil dort nicht nur das sportliche, sondern auch das berufliche Fortkommen der Sportler berücksichtigt wird.
46. Der GFC Düren 09 fühlt sich längst auf der Westkampfbahn zu Hause und trägt dort seit Jahren seine Regionalligaspiele aus, vornehmlich Freitagabends unter Flutlicht. Die Zeiten, in denen der GFC ein Vorstadtclub war, sind längst vorbei. Die Dürener Fußball-Fans identifizieren sich mit der Mannschaft, in der viele Spieler aus Düren und der hiesigen Region spielen. An der gesunden Rivalität zu anderen Vereinen - wie früher zu den besten Zeiten der 99er-Fußballer - hat sich -warum auch? - natürlich nichts geändert.
47. Die beiden traditionsreichen Dürener Boxvereine, Faustkämpfer und Boxring 55, haben sich nach langen und schwierigen Verhandlungen zusammengeschlossen und präsentieren sich in der nationalen und internationalen Boxszene als Einheit. Ihre gemeinsame Integrationsarbeit für Jugendliche ist beispielhaft. Darüber hinaus gelingt es dem „neuen” Verein vermehrt, noch häufiger als früher interessante Boxveranstaltungen nach Düren zu holen, wozu sich die Großsporthalle bestens eignet.
48. Die hervorragende und vor allem kontinuierliche Jugendarbeit der Handballabteilung des TV Birkesdorf trägt ihre Früchte. Sie ist weit über den Kreis Düren hinaus anerkannt. Davon hat auch die erste Mannschaft profitiert. Sie hat den schwierigen Weg von der Landesliga- über die Verbands- in die Oberliga geschafft und hält sich dort beachtlich.
Düren - lebendig, offen, friedlich
49. Düren hat seinen eigenen Anspruch als lebendig-offene Europastadt in den letzten Jahren untermauert. Am Rathaus signalisieren die Flaggen der EU-Mitgliedstaaten für Einheimische und Fremde, dass Düren eine gast- und ausländerfreundliche Stadt ist. Davon zeugen auch neue offizielle Partnerschaften. Jede weiterführende Schule in Düren hat zudem Beziehungen zu einer Schule im Ausland.
50. Viele Dürener haben ihre familiären Wurzeln in Anatolien, der ehemaligen UdSSR oder auf dem Balkan. Sie sind in Düren heimisch geworden. Für nicht wenige war der Weg zur Integration schwierig, weil unterschiedliche Kulturen aufeinander trafen und Anpassungsprobleme nicht ausblieben. Der Schlüssel zur Integration war das Erlernen der deutschen Sprache. Das Zusammenleben der Menschen aus vielen Nationen erweist sich in Düren als friedlich.
Aus vielen Träumen ist Wirklichkeit geworden - aufgrund einer berechenbaren und verlässlichen Politik, vor allem aber dank des bürgerschaftlichen Engagements vieler - ideell und materiell, in den Vereinen und Verbänden, in den gesellschaftlichen Gruppen, in den Stadtteilen. Die Bürger, ob gebürtige Dürener oder Hinzugezogene, ob Deutsche oder Ausländer, empfinden Düren als „ihre” Stadt, in der sie sich wohl fühlen und auf die sie stolz sind.
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