Christlich Demokratische Union Deutschlands
Stadtverband Düren

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50 Träume

Meine fünfzig Träume für Düren

Von Karl-Albert Eßer


Kommunalpolitiker sollen keine Träumer sein, sondern Realisten mit Augenmaß und Perspektive. Sie sollen in einer Stadt Bewährtes bewahren, aber zugleich auch neue Ideen für die Stadt entwickeln, sich selbst und den Bürgern Ziele setzen und diese dann möglichst zeitnah umsetzen.

Aber Politiker träumen auch - manchmal sogar politisch von dem Gemeinwesen, für das sie Verantwortung tragen. Auch ich träume von meiner Heimatstadt Düren, von ihrem zukünftigen Gesicht, von den Facetten ihres Eigenlebens als anziehende, lebendig-offene Stadt im Zentrum unserer Region. Es sind kleine und große Träume. Sie sind kein Parteiprogramm, aber eines verbindet sie: sie lassen sich verwirklichen, wenn es gemeinsames Handeln gibt.

Wir schreiben das Jahr 2010.


Düren wächst gegen den Trend

1. Die Bevölkerung in Deutschland sinkt. Die Stadt Düren aber gehört zu den Kommunen, die weiterhin einen Anstieg der Einwohnerzahl verzeichnet. Mittlerweile wohnen in Düren 95.000 Einwohner, was für die Aufrechter-haltung der Infrastruktur der Stadt nicht nur in Kultur, Schule und Sport zentrale Voraussetzung ist.

2. Die Grundstücksoffensive seit 1999 hat erheblich zu der Steigerung der Einwohnerzahl beigetragen. Finanzierbare Bauparzellen sind seit dieser Zeit in Düren kein Fremdwort mehr. Die Häuslebauer kamen aus Düren, aber auch der näheren Umgebung, viele nicht zuletzt dank der S-Bahn auch aus der Kölner Region. Alle Stadtteile einschließlich der Innenstadt haben von den neu erschlossenen Baugebieten und den vielen Einfamilienhäusern profitiert. Die „Neuzugänge” fühlen sich gut in das Dorf- und Vereinsleben eingebunden.

3. Neue Bauinvestitionen konzentrieren sich mittlerweile auf die Sanierung und Pflege älterer Häuser. Auch immer mehr Baulücken werden geschlossen.

4. Der Trend zum innerstädtischen Wohnen setzt sich weiter fort. In der Stadt Düren wurde - nicht zuletzt durch die Aktivitäten des Dürener Bauvereins - von jeher Wert darauf gelegt, dass vor allem auch ältere Menschen in der Innenstadt wohnen und somit am Stadtleben unmittelbar teilnehmen kön-nen. Die Altenwohnungen auf dem ehemaligen Gelände von St. Peter Julian erfreuen sich hoher Nachfrage. Auch weitere innenstadtnahe Altenwohnungen sind verwirklicht, z.B. in der Kämergasse und der Bonner Straße. Vorhandene Wohnungen wurden altengerecht umgestaltet.


Innenstadt in neuem Glanz

5. Die Wirtelstraße und die angrenzenden Straße der Fußgängerzone präsentieren sich in neuem Glanz. Entgegen vielfacher Befürchtungen hat sich eine breite Mehrheit der Immobilienbesitzer an den Kosten für die Erneuerung beteiligt. Die Innenstadt hat aber auch durch neue qualitativ gute Geschäfte eine weitere Aufwertung erfahren.

6. Immer mehr Immobilienbesitzer bzw. die Mieter der Geschäfte erneuern ihre Fassaden und geben ihnen einen zeitgemäßen Charakter. Der Wettbewerb für die schönste neue Fassade wird bereits zum sechsten Mal durchgeführt. Entsprechende Plaketten zieren die Eingänge der prämierten Läden. Zugleich haben fünf Immobilienbesitzer ihre unansehnlichen Baulücken über dem Erdgeschoß geschlossen. Andere haben interessante Attrappen errichten lassen, die zumindest ein Bild der Geschlossenheit widerspiegeln.

7. Die Parkplatzdefizite am östlichen Rand der Innenstadt gehören der Vergangenheit an. Auf dem ehemaligen Kaufhof-Grundstück wurde ein Parkhaus mit über 400 Plätzen errichtet. Bezahlt werden kann im Parkhaus auch mit dem City-Chip. Die Schützenstraße wurde an dieser Stelle so umgestaltet, dass alle Besucher des Parkhauses gefahrlos die Fußgängerzone erreichen. Die Schlegel-Passage erhielt eine ansprechende Gestaltung.

8. Aus dem ehemaligen Parkplatz Schützenstraße-West ist eine attraktive innerstädtische Grünanlage geworden. Reststücke des historischen Turms sind aufgewertet und in das Stadtbild eingefügt.

9. Das Stadtcenter im Kuhgassenviertel mit seinen vielen attraktiven Geschäften findet weiterhin bei jung und alt viel Anklang. Mit dem Rückbau der Schenkelstraße - durch die neue nördliche Umgehungsstraße problemlos geworden - ist die Verbindung des Stadtcenters mit der bisherigen Innenstadt optisch gut gelungen. Vor allem findet man auf den Parkplätzen in der Innenstadt wesentlich mehr Fahrzeuge mit auswärtigen Kennzeichen - ein Beweis dafür, dass die Innenstadt insgesamt anziehender geworden ist.

10. Der Leerstand der altehrwürdigen, aber in die Jahre gekommenen Stadthalle, die ihr Überleben nur dem Denkmalschutz zu verdanken hatte, ist längst beendet. Die Diskothek „Alpen-Max”, die vor allem die mittlere Generation anspricht, findet allen Pessimisten zum Trotz weiterhin guten Zuspruch.

11. Seit Mitte der 90iger Jahre wurde in Düren über ein neues Hotel geredet. Fast schien es eine unendliche Geschichte zu werden. Doch nunmehr steht das 8o-Betten-Haus - auf dem Gelände des ehemaligen City-Bades, in idealer Entfernung zum Bahnhof und zur Innenstadt.


Kultur belebt die Innenstadt

12. Die Erweiterungspläne für das Leopold-Hoesch-Museums sind umgesetzt. Dank eines hohen Landeszuschusses und einer großzügigen Spende der Peill-Stiftung war es möglich, die Pläne des Architekten Peter Kulka zu verwirklichen. Das Museum hat nunmehr nicht nur neue Räume für Ausstellungszwecke erhalten, sondern unterhält neben dem Museumsshop auch ein gern genutztes Museumscafe. Die Ausgliederung aus der Kulturverwaltung - bei Beibehaltung eines hohen städtischen Zuschusses - hat zu noch mehr Selbständigkeit geführt.

13. Das Papiermuseum erfreut sich regen Zuspruchs bei jung und alt. Es dokumentiert damit Dürens Anspruch als „Stadt des Papiers”. Ein historischer Rundgang durch die Stadt führt zu alten Maschinen, die der Papiererzeugung dienten.

14. Die alte Druckerei Hamel in der Pletzergasse ist zu einem Kleinkunst-Theater mit bis zu 200 Plätzen umgebaut worden. Durch die Neugründung eines emsigen Kulturvereins und durch zahlreiche Sponsoren ist es gelungen, die notwendigen finanziellen Mittel für den Umbau zusammenzubekommen. Nicht nur die mittlerweile etablierten Skunksitzungen mit ihrem alternativen Karneval finden dort vor vollem Haus statt. Es ist zudem gelungen, Kooperationen mit kleinen Theatern abzuschließen.

15. Das Haus der Stadt, das durch das Einkaufszentrum im Kuhgassenviertel endlich an die Innenstadt angebunden ist, präsentiert sich mit einer neuen Konzeption, in der sich auch der Verein „Senioren aktiv” wohlfühlt. Dank eines anderen Gastronomiekonzeptes ist das Bistro nunmehr ganztägig geöffnet, eine unmittelbare Verbindung mit der Stadtbücherei vorhanden. Trotz des Abbaus von Personal konnten die Öffnungszeiten für die Stadtbücherei dank sogenannter Bücherei-Assistenten wieder verlängert werden.

16. Die Dürener Musikschule präsentiert seit Jahren eine anspruchsvolle „Woche der Musik” in der Innenstadt und den Stadtteilen. Dadurch wird die hervorragende Arbeit der städtischen Institution noch mehr Dürener Bürgern bekannt.

17. Der Kultursommer - Mitte der 90iger Jahre aufgrund der desolaten Haushaltslage der Stadt dem Rotstift zum Opfer gefallen - hat dank privater Initiativen wieder einen festen Platz im Dürener Jahreskalender.


Die Gastronomie lädt zum Verweilen ein

18. In Düren herrschen in puncto Gastronomie „Maastrichter Verhältnisse”. Auch bei kühleren Temperaturen sitzt man draußen oder zumindest im flexiblen Wintergarten. Die Gastronomen haben das Angebot der Stadt, die Gebühren bei Installierung von Wind- und Wetterelementen sowie Heizstrahlern zu senken, offensiv aufgegriffen. Die Innenstadt der kurzen Wege lädt jetzt auch in der kälteren Jahreszeit zum Sehen und Gesehen-Werden ein.

19. Das gastronomische Angebot in der Innenstadt kann sich sehen lassen. Es hat sich von Jahr zu Jahr verbessert. „Stop and Soup” ist das neueste Angebot und bietet in stilvollem Ambiente täglich wechselnde Suppen, Eintöpfe und Aufläufe. Die vielen Cafes, Gaststätten und Restaurants erfüllen ihre Funktion als Kommunikationsorte für jung und alt. Der Dürener trifft sich halt gern.


Dürens Märkte ziehen an

20. Düren - Stadt der Märkte: Aus einem flotten Slogan ist ein Markenbegriff geworden. Neben dem Wochenmarkt genießen auch die anderen Dürener Märkte hohe Anziehungskraft, weil sie für Qualität bürgen. Auch der Wein- und der Gastronomiemarkt haben sich mittlerweile etabliert. Überhaupt: Wer am Wochenende die Dürener City aufsucht, findet schon längst keine kahlen Plätze mehr. Die Plätze sind während des gesamten Jahres beliebte Orte für kulturelle und sportliche Veranstaltungen. Stadtfest, Jazztage und Beach-Volleyball ziehen Tausende aus der Region an.


Innenstadt präsentiert sich kinderfreundlich

21. Die Spielecke für Kleinkinder auf dem Markt ist ansprechend umgestaltet. Auch Mütter und Väter verweilen dort gern.

22. Eltern können in der Dürener Innenstadt sorgenfrei einkaufen, denn die CityMa bietet das Betreuungsangebot für kleine Kinder, das bisher auf den Samstag in einem Raum der ehemaligen Sparkasse begrenzt war, nunmehr jeden Tag in der Zeit zwischen 10 und 18 Uhr an. Die Nachfrage ist entsprechend groß.


Naherholung auf kurzem Wege

23. Die direkte Verbindung der Innenstadt mit dem Stadtpark - im westlichen Teil gelegen - ist gelungen. Dafür sorgt eine Fußgänger- und Fahrradbrücke, die in der Verlängerung der Goethestraße über die Rur und über die Bahnstrecke errichtet worden ist.

24. Der früher versteckt liegende Holzbendenpark hat neben der Großsporthalle einen breiten Eingang erhalten. Eine kleine Außengastronomie im Park wird in den Sommermonaten vor allem von Müttern und Kindern gerne angenommen. Mittlerweile ist der Holzbendenpark auch gut ausgeleuchtet und an den dunklen Winterabenden zu einer beliebten und vor allem angstfreien Jogging-Strecke geworden.



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