CDU: Nietan mit schlechtem Gedächtnis
Verwundert zeigt sich der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, Stefan Weschke (CDU), über das „triefende Eigenlob“ des SPD-Bundestagsabgeordenten Dietmar Nietan im Hinblick auf die anstehende Realisierung der lange erwarteten Nordumgehung (B 399n). Die entscheidenden Weichen seien, so Weschke, vor allem in den letzten fünf Jahren gestellt worden, einer Zeit, in welcher „Nietan bekanntlich nicht dem Bundestag angehört hat“. Gelungen sei dies auch nur, weil Bund, Stadt und Land gemeinsam an einem Strang gezogen hätten, während in den vorhergehenden Jahren die rot-grüne Landesregierung den meisten Straßenbauplanungen in NRW aus ideologischen Gründen und nicht aus Geldmangel ihre Zustimmung verweigert hat, worunter auch die Menschen in Düren noch heute leiden müssen.
Ferner ist der Versuch der Darstellung der historischen Faktenlage durch Nietan mehr als misslungen: Die CDU hat nie eine Umgehungsstrasse mitten durch die Stadt bauen wollen, wie es Nietan darstellte. Vielmehr trat die CDU in der Vergangenheit immer für eine Trassierung zwischen Birkesdorf und Nord-Düren ein. „Wären diese Planungen unter Josef Vosen unter tätiger Mithilfe von Dietmar Nietan nicht verworfen worden, wäre die Nordumgehung schon lange Realität. Doch so musste man vor 25 Jahren wieder bei null anfangen. Und um den Bau nicht wieder zu verzögern, hat sich die CDU-Fraktion vor 10 Jahren nach dem Mehrheitswechsel im Dürener Rat letztlich mit der zweitbesten Trassenlösung abgefunden, auch wenn diese mitten durch Nord-Düren verläuft“, klärt Weschke auf. Ausdrücklich dankt der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende in diesem Zusammenhang dem Dürener Staatssekretär und Wahlkreisabgeordneten Thomas Rachel (CDU), ohne dessen langjährigen Einsatz in Berlin die Nordumgehung nicht zum Greifen nahe wäre.