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Der Traum vom Parkhaus

(Veröffentlicht in den Dürener Nachrichten, Mittwoch, 21.01.2009)

 

Der Traum vom Parkhaus ...

       ... ist längst keiner mehr. Seit mehr als vier Jahren ist es in Betrieb. Der Neubau gehörte zu den 50 Träumen, die CDU-Fraktions-Chef Eßer Ende 2003 veröffentlichte. Was ist daraus geworden?

Von Ingo Latotzki


      Karl-Albert Eßer ist Dürener durch und durch. Einer, der die Stadt kennt, einer, der sich Gedanken macht um ihren Zustand, um ihre Zukunft. Es ist wohl nicht übertrieben zu sagen: Düren liegt ihm am Herzen. Das kann man von einem Fraktionsvorsitzenden auch erwarten, zumal, wenn er diesen Job für eine der großen Parteien macht. Eßer macht ihn für die CDU.

      Auch deshalb hat er sich vor fünf Jahren hingesetzt und 50 Träume formuliert. 50 Träume. Es geht um die Gestaltung der Innenstadt, Kultur, Sport, die Märkte, Familien, Junge, Ältere. Es geht um Düren.

      Fünf Jahre, eine lange Zeit. Welche Träume sind wahr geworden, welche harren der Erfüllung, Zeit, eine Bestandsaufnahme zu versuchen. Karl-Albert Eßer selbst sagt: „Aus vielen Träumen ist Wirklichkeit geworden.“

      Sein Papier von damals blickt in die Zukunft, bis 2010. Wie ist das Leben bis dahin? „Alle Stadtteile, einschließlich der Innenstadt, haben von den neu erschlossenen Baugebieten profitiert“, schreibt Eßer Ende 2003 für 2010. Mehr als 20 Baugebiete sind in der Tat entstanden, seit die CDU 1999 an die Macht kam, mehr als 700 neue Grundstücke insgesamt.

      Das Thema Wohnen hat der Politiker fest in seine Träume eingebunden, ihm ging es um die Sanierung von Wohnungen, möglichst altengerecht, „weil die demografische Entwicklung so ist“. Auch da, sagt Eßer, habe sich viel getan, der Bauverein hat saniert, auf dem ehemaligen Gelände von St. Peter Julian gibt es Altenwohnungen, weitere werden in der Kämergasse entstehen.

      Geträumt hat Eßer auch davon, dass die Wirtelstraße mit den angrenzenden Einkaufsstraßen saniert wird. Das ist noch nicht ganz umgesetzt, mit den Anwohnern in der Hirschgasse, die die Kosten zur Hälfte mittragen sollen, werde noch verhandelt. „Das kommt dieses Jahr“, sagt Eßer, was nicht für die Kölnstraße gilt. Die ist in der nächsten Legislaturperiode an der Reihe.

      Das gilt womöglich auch für eine Entwicklung an der Schützenstraße. Dass das Parkhaus mit über 400 Stellplätzen seit Ende 2004 in Betrieb ist, „daran hat man sich längst gewöhnt“, sagt Eßer. Aber er will auch das Gelände gegenüber bis hin zur Kölnstraße ausbauen – laut Traum. Doch das Areal gehört nicht komplett der Stadt, was die Sache erschwert. „Eine Aufgabe für die Zukunft“, sagt Eßer.

      Die Themen Kultur, Sport, Gastronomie, Märkte, Kinderbetreuung und Schulen sieht der Politiker „auf gutem Weg, wenngleich nicht alles schon komplett umgesetzt ist“, so Karl-Albert Eßer.

      Es wäre aber auch nicht daran gedacht gewesen, alles 1:1 umzusetzen. „Das wäre doch vermessen“, sagt der Fraktionsvorsitzende.