CDU: Bezirksausschüsse werden nicht reduziert
Vorschlag der FDP wird abgelehnt – politische Beteiligung vor Ort wichtig
Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Düren lehnt die von der FDP beantragte zahlenmäßige Reduzierung der Bezirksausschüsse in der Stadt Düren auf nur noch vier statt der bisher elf Ausschüsse entschieden ab. Fraktionsvorsitzender Karl Albert Eßer:„Die Bezirksausschüsse sind die unverzichtbaren Sprachrohre der Menschen in den einzelnen Stadtteilen, die dafür Sorge tragen, dass die unterschiedlichen Interessen und Probleme der Stadtteile bei Entscheidungen in der Stadt Düren Berücksichtigung finden. Darum hat die CDU diese Gremien nach der Kommunalwahl 1999 gestärkt.“ Hermann Josef Geuenich und Raphael Schauerte, selbst Bezirksausschuss-vorsitzende aus Arnoldsweiler und Niederau, unterstreichen dies nachdrücklich: „In den Bezirksausschüssen wird politische Basisarbeit geleistet, die von Orts- und Sachkenntnis geprägt ist. Vor allem werden immer wieder viele für den Stadtteil wichtige Dinge durch die Bezirksausschüsse angestoßen. Vor Ratsentscheidungen, die die Stadtteile betreffen, werden die Empfehlungen der Bezirksauschüsse gehört und man orientiert sich an ihnen. Dies ist gängige Praxis, die von allen Parteien eingefordert wird.“ Umso unverständlicher sei daher die Forderung der FDP, die Zahl der Bezirksausschüsse auf vier zu reduzieren und den Zuständigkeitsbereich durch Hinzuziehung des alten Stadtgebietes zu vergrößern. „Eine solche Entscheidung würde die Eigenart dieser Ausschüsse, die gerade in der Bürger- und Stadtteilnähe besteht, zerstören und eine Vertretung der berechtigten Interessen der betroffenen Menschen erschweren oder unmöglich machen“, so Hermann Josef Geuenich.
Auf einen weiteren Aspekt weist Ralf Schauerte hin:„Es darf nicht vergessen werden, dass die Bezirksausschüsse für interessierte Menschen die erste Möglichkeit bieten, sich in das politische Leben einzubringen, was bei der heutigen Politikverdrossenheit als wichtige Chance anzusehen ist.“