Stadtmuseum
25.09.2008
CDU: Verwaltung soll die Idee eines Stadtmuseums prüfen
Bürger entwickeln zunehmend Stolz für ihre Stadt
Gibt es in der Stadt Düren die Chance auf Einrichtung eines Stadtmuseums, wie dies jüngst die Dürener Geschichtswerkstatt angeregt hat? Die Dürener CDU-Fraktion fordert in einem Ratsantrag die Verwaltung auf, die Idee der Geschichtswerkstatt aufzugreifen und Möglichkeiten einer mittelfristigen Realisierung zu prüfen. CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Albert Eßer: “Die überwältigende Resonanz an der jetzt zu Ende gehenden Ausstellung zum Leben, Wohnen und Arbeiten in den 50iger Jahren mit rund 10.000 Besuchern hat gezeigt, wie stark das Interesse der Dürener Bevölkerung an der Aufbaugeschichte der Stadt Düren ist, nachdem die Stadt am 16. November 1944 nahezu vollständig zerstört wurde. Mit der Auslöschung der früher wunderschönen Stadt und ihren vielen stilvollen Gebäuden wurde nicht nur Dürens Bausubstanz dem Erdboden gleichgemacht, sondern auch das Selbstwertgefühl einer ganzen Stadt erheblich beeinträchtigt. Durch die vielen positiven Entwicklungen in den letzten Jahren und parallel dazu dem Bewusstwerden der Aufbauleistung in den 50er Jahren mit ihrem eignen Stil wird den Bürgern zunehmend klarer, dass man auch auf die neu aufgebaute Stadt stolz sein kann. Dies ist durch die Ausstellung nachdrücklich belegt und hat bei vielen den Gedanken an ein Stadtmuseums aufkommen lassen. “Die Einrichtung eines Stadtmuseums müsste sowohl die leidvolle jüngere als auch die komplette Geschichte unserer Stadt dokumentieren.
Die Vorsitzenden vom Kultur und Stadtentwicklungsausschuss, Rainer Guthausen und Stefan Weschke: „Ein solches Projekt macht nur Sinn, wenn insbesondere junge Menschen die Geschichte Dürens hautnah erfahren können.“ Sie halten ein solches Projekt dann für realisierbar, wenn es bei der Bevölkerung auf breite Unterstützung stößt. “Natürlich befindet sich die Stadt in schwieriger Finanzlage, doch wir sollten ergebnisoffen in eine Diskussion über eine dauerhafte Stadtgeschichtliche Präsentation eintreten, was die finanzielle räumliche und inhaltliche Ausgestaltung anbelangt".