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Pflegekinderdienst soll personell verstärkt werden

01.12.2008

Der Pflegekinderdienst in der Stadt Düren soll um eine Stelle ausgebaut werden. „Unser Ziel ist es, durch die personelle Ausweitung mehr Kinder in Pflegeverhältnisse vermitteln zu können. Wenn möglich sollen betroffene Kinder in eine Pflegefamilie kommen können“, so der Vorsitzende des Dürener Jugendhilfeausschusses Thomas Floßdorf (CDU). Zurzeit gibt es in der Stadt Düren 117 Pflegekinder. Hierfür sind zwei Stellen bei der Stadt Düren und eine beim Diakonischen Werk der Evangelischen Gemeinde angesiedelt.

„Wir haben durch das Benchmarking der Hilfen zur Erziehung und durch den Rödl Prozess festgestellt, dass vergleichbare Städte eine höhere Quote der Vermittlung in Pflegeverhältnisse erzielen als die Stadt Düren. Die Ursachen hierfür liegen eben vor allem darin, dass wir in Sachen Personal geringer ausgestattet sind “, berichtet der Christdemokrat.

In der einschlägigen Literatur werden Empfehlungen für eine Fachkräftequote von 35 Pflegeverhältnissen pro Fachkraft ausgesprochen. In Düren liegt die Quote bei 44 Fällen pro Fachkraft.

Am 9. Dezember wird der Jugendhilfeausschuss sich in einer Sondersitzung mit dem Thema Pflegekinderdienst beschäftigen und die weitere Stelle an einen Träger der Jugendhilfe vergeben. Fünf Träger haben sich beworben und werden ihre Konzepte vorstellen.

Thomas Floßdorf: „Uns ist wichtig, dass der Fachausschuss sich intensiv mit dem Thema befasst und eine Empfehlung abgibt. Im Vordergrund der Überlegungen steht schließlich, dass das die Qualität verbessert wird!“

Rödl und Partner hatten in ihrem Gutachten zur Sanierung der Finanzen der Stadt Düren eine Ausgabenreduzierung von 500000 Euro berechnet auf der Basis dessen, dass 14 Kinder anstatt in eine Heimunterbringung in eine Pflegefamilie vermittelt werden können.

Für den Politiker Floßdorf wäre dies, neben der fachlichen Verbesserung ein „ weiterer positiver Mitnahmeeffekt“.