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Ende der Volkspartei SPD?

Stehen wir vor dem Ende der Volkspartei SPD?

 
Zu den Personal- und Strukturproblemen der SPD auf Bundesebene erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende, Karl-Albert Eßer:

11.09.2008
Der erneute Wechsel an der Parteispitze und die Bennennung eines Kanzlerkandidaten werden den weiteren Auflösungsprozess der SPD nicht aufhalten können. Der Abstand zwischen SPD und die Partei „Die Linke“ beträgt in manchen Umfragen nur noch fünf Prozent. Im Saarland liegen die Linken mit Blick auf die kommende Landtagswahl sogar erstmals vor der SPD. Die SPD hat ihren festen Standort im deutschen Parteiensystem verloren. Sie ist völlig zerstritten in der Frage, wie sie es mit der Linken halten soll. Die SPD hat nach der Etablierung der Linken im Parteiensystem die Wahl zwischen Pest und Cholera. Nähert sie sich den Linken weiter an und bildet auch in Westdeutschland eine Koalition mit ihnen, wie Frau Ypsilanti in Hessen dies will, macht sie die Linken immer hoffähiger. Diese wird dann langsam zur original sozialdemokratischen Partei ohne Weichspüler. Sucht die SPD ihren Platz stärker in der politischen Mitte, werden noch mehr unzufriedene SPD-Wähler zur Linken abwandern. Am Ende der Entwicklung könnten wir in Deutschland zwei annähernd gleich große Linksparteien haben.  

Die wirklichen Ursachen für die fundamentalen Veränderungen des Parteinsystems liegen in der Regierungszeit Schröder. Schröder hat die SPD durch seine Agenda 2010 im Kern entwurzelt. Die breite Mitgliederschaft der SPD  steht bis heute nicht hinter dieser Agenda. Der neue Parteivorsitzende Müntefering und der neue Kanzlerkandidat Steinmeier gehörten zu den Architekten der Agenda 2010 und tragen erhebliche Mitverantwortung an dem Niedergang der Volkspartei SPD. Die Agenda-Politik hat erst dazu geführt, dass sich – unter Mitwirkung des ehemaligen SPD-Vorsitzenden Lafontaine - auf dem linken politischen Spektrum die Partei „Die Linke“ etablieren konnte.
 
Viele unzufriedene SPD-Mitglieder und Gewerkschaftler sind zur Partei "Die Linke" gewechselt, auch webb diese mehrheitlich aus Alt-Mitgliedern der SED zusammengesetzt ist.