CDU: Entscheidungsfreiheit späterer Generationen wird auf null reduziert
Ablehnende Position gegenüber dem Braunkohlenausschuss-Vorsitzenden bekräftigt
04.12.2008
Die Vorsitzenden der CDU-Fraktion und des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt, Karl-Albert Eßer und Stefan Weschke, haben im Dürener Rathaus die ablehnende Haltung der Stadt zu einer Änderung des Braunkohlenplanes gegenüber dem Vorsitzenden des Braunkohlenausschusses, Prof. Möller, noch einmal deutlich gemacht. Die beiden Christdemokraten nannten dabei vor allem vier Gründe für ihre Ablehnung. „Durch einen See wird die Stadt Düren dauerhaft von nord-westlichen Teil des Kreises zumindest teilweise abgeschnitten und damit in ihren Entwicklungschancen geschmälert“, so Eßer. Zudem reduziere eine Festlegung auf die See-Variante die Entscheidungsfreiheit zukünftiger Generationen auf nahezu Null. Wahrscheinlich bräuchten wir angesichts des Klimawandels und sinkender Erträge in späteren Jahren mehr landwirtschaftliche Flächen und nicht weniger.
Stefan Weschke hält die zügige Befüllung des Sees durch die Rur weiterhin für ungeklärt, weil sowohl die hiesigen Unternehmen als auch das Kraftwerk Weisweiler Rur-Wasser benötigten. Ferner werde die freizeitwirtschaftliche Wirkung des geplanten Sees völlig überschätzt. „Zum einen stößt die Freizeitorientierung der Gesellschaft schon heute an ihre Grenzen, andererseits wird der bei Hambach entstehende, viel größere Restsee einem möglichen Indesee sehr schnell den Rang als Wassersportzentrum ablaufen“, so der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses.