Christlich Demokratische Union Deutschlands
Stadtverband Düren

Christlich Demokratische Union Deutschlands
Stadtverband Düren
CDu Stadtverband Düren
Binsfelder Straße 95
52351 Düren
02421/9758-0
02421/9758-26
info@cdu-dueren.de
Sie sind gerade hier: > Hauptseite > Aktuell > 2008 > Restsee

CDU sieht sich in der Ablehnung des Restsees Inden bestätigt

10.06.2008

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Düren sieht sich durch die jüngste Stellungnahme des Unternehmens Probiotec in ihrer Ablehnung gegenüber de
m Restsee nach dem Tagebau Inden II gestärkt. Die Stadt Düren hatte bekanntlich das Unternehmen beauftragt, eine kritische Würdigung des prognos-Gutachtens hinsichtlich einer zukünftigen Verwendung des dann ausgekohlten Braunkohletagebaus vorzunehmen.

„Probiotec hat die deutlichen Schwächen des prognos-Gutachtens klar herausgearbeitet. Es ist schon tollkühn, wenn prognos heute mit Blick auf das Jahr 2060 eine Freizeitgesellschaft prognostiziert und dann einen Restsee mit großen Freizeitangeboten als Zukunftsmaßnahme favorisiert“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Albert Eßer und der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt, Stefan Weschke. Das Gegenteil zeichne sich derzeit ab. Angesichts des demographischen Wandels sei eher mit abnehmendem Wohlstand zu rechnen. Außerdem entstehe im Tagebau Hambach ohnehin ein sehr viel größerer See als der im Tagebau Inden geplante, welcher allein aufgrund seiner Dimensionen für Freizeitnutzungen langfristig deutlich attraktiver sei als der geplante Indener See. Zudem werde es aufgrund des Klimawandels sinkende landwirtschaftliche Erträge und einen steigenden Bedarf an Nahrungs- und Energiepflanzen geben.

Die beiden Christdemokraten: „Wir brauchen daher nicht weniger, sondern mehr landwirtschaftliche Fläche. Wenn wir uns heute einseitig auf eine Seevariante festlegen, reduzieren wir die Entscheidungsfreiheit zukünftiger Generationen auf nahezu null, weil es dann keine Handlungsspielräume für andere Nutzungen gibt.“ Dass bereits – nach den Berechnungen von Probiotec – die Ausweisung eines kleinen Gewerbegebietes auf einem Teil der rekultivierten Fläche einen höheren finanziellen Nutzen und mehr Arbeitsplätze bringe, sei schon bemerkenswert.

Die Schlussfolgerung für die CDU-Fraktion: Es gibt in dieser Frage keinen regionalen Konsens und keinen Grund, den Braunkohlenplan noch einmal zu ändern. Nachdrücklich unterstützen die Christdemokraten die Forderung von Bürgermeister Larue, dass der Rat der Stadt Düren, der Kreistag und der Gemeinderat Inden in einer gemeinsamen Sitzung die beiden konträren Gutachten auswerten.