23.09.2008
CDA: Union muss sich verstärkt um enttäuschte SPD-Wähler kümmern
23.09.2008 CDA: Union muss sich verstärkt um enttäuschte SPD-Wähler kümmern „Die CDU muß sich in den nächsten Jahren verstärkt um die Arbeitnehmer und Arbeitsuchende kümmern, die sich in der SPD nicht mehr beheimatet fühlen, weil diese in sich zerstritten ist.“ Dies fordert der Bezirksvorstand Aachen der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) nach der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Gremiums. Wie deren Vorsitzender Karl-Albert Eßer erklärte, wird der erneute Wechsel an der Parteispitze und die Bennennung eines Kanzlerkandidaten den weiteren Auflösungsprozess der SPD nicht aufhalten können. „Die SPD ist völlig uneinig in der Frage, wie sie es mit der Linken halten soll. Sie hat nach der Etablierung der Linken im Parteiensystem die Wahl zwischen Pest und Cholera. Nähert sie sich den Linken weiter an und bildet auch in Westdeutschland eine Koalition mit ihnen, wie Frau Ypsilanti in Hessen dies will, macht sie die Linken immer hoffähiger. Diese wird dann langsam zur original sozialdemokratischen Partei ohne Weichspüler. Sucht die SPD ihren Platz stärker in der politischen Mitte, werden noch mehr unzufriedene SPD-Wähler zur Linken abwandern“, so der Christlich-Soziale. Die wirklichen Ursachen für die fundamentalen Veränderungen des Parteinsystems liegen nach Auffassung der CDA in der Regierungszeit Schröder. „Schröder hat die SPD durch seine Agenda 2010 im Kern entwurzelt. Die breite Mitgliederschaft der SPD steht bis heute nicht hinter dieser Agenda. Der neue Parteivorsitzende Müntefering und der neue Kanzlerkandidat Steinmeier gehörten zu den Architekten der Agenda 2010 und tragen erhebliche Mitverantwortung an dem Niedergang der Volkspartei SPD“, analysiert Eßer. Die Agenda-Politik habe erst dazu geführt, dass sich – unter Mitwirkung des ehemaligen SPD-Vorsitzenden Lafontaine - auf dem linken politischen Spektrum die Partei „Die Linke“ etablieren konnte. Viele unzufriedene SPD-Mitglieder und Gewerkschafter sind zur Partei „Die Linke“ gewechselt. auch wenn diese mehrheitlich aus Alt-Mitglieder der SED zusammengesetzt ist. Es ist eine wichtige Aufgabe von CDU und CDA, enttäuschten SPD-Wählern politische Alternativen abseits der Linken aufzuzeigen.