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Hoher Besuch bei den "Zivis"


Zivildienstleistende zeigen sich sehr zufrieden

In allen Einrichtungen werden sie Zivis genannt, ohne dass man damit ihre Leistungen in Frage stellen wollte: Die Zivildienstleistenden sind als Stützen des Alltags in manchen Einrichtungen kaum wegzudenken. Als vor geraumer Zeit ihre Dienstzeit auf 9 Monate reduziert wurde, waren sogar Klagen zu hören, das könne zu Engpässen führen.  Acht  Zivildienstleistende des Malteser Hilfsdienstes und sieben von der LVR-Klinik trafen sich nun in den Räumen der Klinik zu einem Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Die besonderen Gäste dieses Tages: Staatssekretär Thomas Rachel MdB, und Dr. Jens Kreuter, Bundesbeauftragter für Zivildienst.

Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Betriebsleitung stellten sich die jungen Männer vor und berichteten von ihren Eindrucken bzw. ihren Tätigkeitsfeldern. Schnell zeigte sich, dass alle mit der Wahl ihrer Zivildienststelle den richtigen Griff getan hatten. Aufnahme und Betreuung vor Ort waren und sind beispielhaft; was gelernt wird, ist gut für die kommende Berufsausbildung oder auch das Studium nützlich.

Thomas Rachel und Dr. Kreuter gingen dann näher auf die Frage ein, inwieweit der Zivildienst und Berufsausbildung vereinbaren ließen. Es zeigte sich, dass einige sich diesbezüglich ein besseres Timing gewünscht hätten, weil sie ihre Lehre haben unterbrechen müssen. Staatssekretär Rachel hob hervor, dass der Zivildienst weitaus mehr ist als eine lästige Unterbrechung des persönlichen Werdegangs. „Was Sie hier an Ihren Dienststellen an sozialen Kompetenzen lernen, wird Ihnen ein Leben lang hilfreich sein. Sie wissen ja, dass diese Fähigkeiten so gefragt sind wie nie zuvor!“ Dr. Kreuter bestätigte dieses Bild und wies darauf hin, dass bei späteren Bewerbungen der Zivildienst äußerst positiv bei der Gesamtbeurteilung ins Gewicht fällt.

Thomas Rachel sicherte zudem zu, sich im Deutschen Bundestag dafür einzusetzen, die Möglichkeit einer freiwilligen Verlängerung des Zivildienstes zu schaffen. Diesen Wunsch hatten viele Zivis geäußert, um die Zeit zu Ihrer Ausbildung, dem Studium oder einem Job sinnvoll überbrücken zu können. Bislang besteht diese Möglichkeit nicht.

Pflegedirektorin Jutta Schlegel machte deutlich, dass sie sich für die Zukunft sehr wohl auch den Einsatz von Zivis in der Pflege vorstellen könne. Dr. Knauer, Ärztlicher Direktor, betonte, die Zivildienstleistenden würden einen bedeutenden Beitrag zum Gelingen des Alltags in der Klinik leisten. Von daher seien sie auch in Zukunft stets willkommen. Mit diesem freundlichen Aufruf endete die gelungene Veranstaltung.