Besuch SKF Steps
Staatssekretär zu Besuch
von Sandra Kinkel
17 Frauen mit Migrationshintergrund werden derzeit beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Düren zu Schwesternhelferinnen und Pflegediensthelfern ausgebildet. Das Projekt trägt den Namen „Steps“ („Sozialpädagogisch gestütztes Trainings- und Qualifizierungsprogramm für den Einstieg in die Pflege- und Sozialberufe für Migrantinnen und Migranten“) und findet im Rahmen des Bundesprogramms „Xenos - Integration und Vielfalt“ statt.
Gefördert wird es durch den Europäischen Sozialfonds und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Projektleiter Erik Lehwald: „Soziale Integration und berufliche Qualifizierung sind meiner Meinung nach untrennbar. Und deswegen halte ich unser Projekt auch für so wichtig.“ Ein Jahr dauert die Qualifizierung der Migrantinnen, die aus Zentralafrika, der Türkei, Ländern Osteuropas, Indien und Pakistan kommen. In den ersten sechs Wochen der Ausbildung wird die deutsche Sprache vermittelt, so dass alle Teilnehmerinnen auf dem gleichen Sprachniveau sind, außerdem lernen die Frauen Grundlagen zur Pflege und zum Gesundheitssystem in Deutschland. Erik Lehwald: „Danach beginnt der praktische Teil der Ausbildung, den wir gemeinsam mit dem Malteser Hilfsdienst durchführen. Außerdem ist es uns gelungen, für unsere Teilnehmerinnen schon 16 Praktikumsplätze zu besorgen.“ Überhaupt sind Erik Lehwald, Staatssekretär Thomas Rachel, die stellvertretende Landrätin Helga Conzen und Thomas Floßdorf, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses der Stadt Düren, die sich jetzt über das neue Projekt informiert haben, davon überzeugt, dass „Steps“ Zukunft hat. Rachel: „Unsere Gesellschaft wird immer älter. Das gilt auch für die Menschen mit Migrationshintergrund Und deswegen glaube ich, dass es sehr wichtig ist, dass für ältere Migranten auch Pflegepersonal ausgebildet wird, das sich in der Sprache und der Kultur der zu betreuenden Menschen auskennt.“ Und auch Michael Alt, von der Job-Com des Kreises Düren, die die möglichen Kandidatinnen zu „Steps“ vermittelt, ist zuversichtlich, dass die Migrantinnen nach ihrer Ausbildung zur Pflegediensthelferin gute Chancen haben, einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bekommen. Alt: „Eine Nachfrage an Pflegenden ist vorhanden.“
Das Programm „Steps“ ist auf drei Jahre beschränkt, so dass mit diesen Mitteln insgesamt 60 Migrantinnen ausgebildet werden können.
