Parlamentarischer Staatssekretär zu Besuch bei der Dürener Arbeitsagentur
02.10.2008
Thomas Rachel erkundigt sich über die Lage auf dem Ausbildungsmarkt
Der Ausbildungsmarkt und die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit waren die zentralen Themen eines Meinungsaustauschs zwischen der neuen Leiterin der Dürener Arbeitsagentur, Frauke Schwietert, und dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung und Bundestagsabgeordneten des Kreises Düren, Thomas Rachel.
Inhalte des Gespräches waren die Situation am Ausbildungsstellenmarkt im Dürener Agenturbezirk, die Fördermöglichkeiten für Jugendliche und Unternehmen und die neuen Selbstinformationswege zur Berufsorientierung.
Besonders erfreut zeigte sich Rachel von den ersten Rückmeldungen zum neuen Ausbildungsbonus, dessen Einführung er im Sommer in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Arbeitsagentur vorgestellt hatte. „Fast 90 Anfragen von unterschiedlichen Unternehmen sind bereits eingegangen. Das ist doch eine beachtliche Resonanz. Das Antragsverfahren ist bereits in vollen Zügen“, berichtet Frauke Schwietert, Geschäftsführerin der Dürener Arbeitsagentur.
Mit dem Ausbildungsbonus in Höhe von 4.000 bis 6.000 Euro sollen Betriebe motiviert und unterstützt werden, die bisherigen Altbewerber, die in der Vergangenheit keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, mit einer zusätzlichen betrieblichen Ausbildungsstelle zu unterstützen. Einen Ausbildungsbonus können Betriebe vor allem für Jugendliche ohne Schulabschluss, mit Sonder- oder Hauptschulabschluss erhalten. Einen Anspruch auf den Ausbildungsbonus besteht auch bei der zusätzlichen Ausbildung von lernbeeinträchtigten oder sozial benachteiligten Menschen, die bereits im Vorjahr oder früher die allgemeinbildende Schule verlassen haben. „Hier bieten wir eine Chance zum Einstieg. Unser Ziel ist es, dass kein Jugendlicher zurückgelassen wird“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Thomas Rachel.
Auch bei der Vorstellung des neuen Angebotes „Planet-Beruf“ für Schülerinnen und Schüler konnte sich Rachel vom großen Engagement der Bundesagentur bei der Hilfe zur beruflichen Orientierung überzeugen. „Planet-Beruf besteht aus einem Mix von Online-, CD-ROM- und Printmedien. Ziel des neu entwickelten beruflichen Selbsterkundungsprogramms ist es, insbesondere Jugendliche, die noch keine Vorstellung von einem konkreten Beruf haben, auf zielgruppengerechte Weise und mit interaktiven Elementen in ihrer Berufswahl zu unterstützen“, erläutert Schwietert.
Gerade im Hinblick auf die vielfältigen ergänzenden Berufseinstiegsangebote waren sich Schwietert und Rachel einig, dass kein Jugendlicher ohne Angebot bleiben dürfe. Erforderlich ist aber auch, dass sich die jungen Menschen bei der Ausbildungsplatzsuche beruflich und regiuonal flexibel zeigen. In Zukunft soll ein regelmäßiger Austausch rund um die Themen Bildung und Beruf stattfinden, um gegenseitig von den Erfahrungen zu profitieren.
